Ronneburger Duo nach Hermsdorf

Ronneburg.  Torjäger Mirko Alexy und Co-Trainer Christopher Stölzner zieht es nach der Saison ins Holzland. Trainer Christian Hoppe überrascht von den Plänen

Die Ronneburger Eigengewächse Christopher Stölzner (links) und Mirko Alexy verlassen den HSV nach der Saison und schließen sich dem Liga-Rivalen SV Hermsdorf an.

Die Ronneburger Eigengewächse Christopher Stölzner (links) und Mirko Alexy verlassen den HSV nach der Saison und schließen sich dem Liga-Rivalen SV Hermsdorf an.

Foto: Jens Lohse

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Der eitel Sonnenschein beim HSV Ronneburg nach dem überzeugenden 36:27-Heimerfolg gegen den Tabellendritten SG Suhl/Goldlauter am letzten Sonnabend hielt nur kurz an.

Nach dem Dienstagstraining erklärten Torjäger Mirko Alexy und Co-Trainer Christopher Stölzner der versammelten Mannschaft samt Trainer Christian Hoppe ihren Abgang zum Thüringenliga-Rivalen SV Hermsdorf nach Saisonende. Beide sind Ronneburger Urgesteine, waren maßgeblich am Gewinn der Thüringenmeisterschaft 2017 unter Trainer Stefan Koska beteiligt. Der 29-jährige Mirko Alexy hatte die Ronneburger vor der Saison 2018/19 schon einmal verlassen, doch dauerte sein Gastspiel beim MHV-Oberligisten Zwickauer HC Grubenlampe nur eine halbes Jahr. Dann kehrte er zum HSV zurück.

Auch Christopher Stölzner ist ein Ronneburger Eigengewächs. In seiner Heimatstadt begann er bereits in der ersten Klasse, dem Handball nachzujagen. Mit 14 Jahren wechselte er für zwei Jahre ans Sportgymnasium nach Cottbus, kehrte dann wieder zum HSV zurück. 2011 nahm ihn der damals zwischen den beiden Bundesligen hin und her pendelnde ThSV Eisenach per Nachwuchsvertrag auf. Den Sprung zu den Profis schaffte er nicht ganz, zog später zur HSG Werratal in die Thüringenliga weiter, ehe er 2016 wieder in Ronneburg seine Zelte aufschlug und mit seinen Cousins Silvio und Andre in einem Team spielte.

Nach der Saison 2018/19 erklärte er wegen diverser Verletzungen seinen Rücktritt vom aktiven Handball, blieb dem Verein aber als Co-Trainer erhalten.Anders als in vielen anderen Handball-Vereinen der Thüringenliga setzt man beim HSV Ronneburg auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs oder der näheren Umgebung. Trotzdem konnte das „gallische Dorf“ in der höchste Spielklasse des Freistaats gut mithalten, wenngleich es nach dem Rücktritt von Meistertrainer Koska nicht mehr zu einer Medaille reichte. Zuletzt gegen die mit Ausländern nur so gespickten Suhler lieferte das Team eine Galavorstellung ab, bei der Mirko Alexy mit 14 Treffern erfolgreichster Torschütze des Gastgebers war.

„Ich wusste nichts vom Rücktritt. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Da stellt man natürlich die eigene Arbeit in Frage, vor allem wenn man wenige Tage später zum Spitzenspiel zu Tabellenführer Sonneberg fährt. Durch diese Nachricht sind wir erst einmal ziemlich ausgebremst“, äußerte sich Trainer Christian Hoppe enttäuscht. Auch HSV-Präsident Leif Pöhnitzsch war in die Wechselpläne des Duos nicht involviert, obwohl er mit Mirko Alexy und Christopher Stölzner den glorreichen Sonnabend-Auftritt nach dem Spiel noch lange gefeiert hatte. „Es geht immer weiter. Wir spielen die Saison ganz normal zu Ende und werden sehen, wie wir auf die veränderte Ausgangslage reagieren können“, so der Ronneburger Vereinschef, der für den 8. März zur Mitgliederversammlung eingeladen hat.

Der 29-jährige Mirko Alexy erklärte seinen Wechsel im kommenden Sommer so: „Ich habe aus Hermsdorf ein Angebot erhalten, das ich einfach nicht ablehnen konnte. Mein handballerische Uhr tickt. Ich will mich sportlich noch einmal beweisen. Bis zum Saisonende werde ich aber alle Kraft für den HSV Ronneburg einsetzen. Erst danach wartet eine neue Aufgabe in Hermsdorf. Mehr möchte ich dazu derzeit nicht sagen.“

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