Saisonaus für Basketballer von Science City Jena

Jena.  Science City Jena beendet die Saison in der 2. Liga auf Rang drei. Playoffs finden nicht statt.

Schluss: In der Pro A und Pro B ist die Saison beendet. Science City um Julius Wolf (Mitte) und Kavin John Gilder-Tilbury (rechts) und Co-Trainer Steven Clauss können nicht aufsteigen.

Schluss: In der Pro A und Pro B ist die Saison beendet. Science City um Julius Wolf (Mitte) und Kavin John Gilder-Tilbury (rechts) und Co-Trainer Steven Clauss können nicht aufsteigen.

Foto: Sascha Fromm

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Dritter Tabellenplatz, die Playoffs gebucht, attraktive Gegner vor Augen, die Möglichkeit des sportlichen Aufstiegs in die Basketball Bundesliga (BBL) – doch für diese Saison alles hinfällig bei Science City Jena. Mit einem Mehrheitsbeschluss entschieden Vertreter der 41 Clubs aus ProA und ProB, die laufende Saison aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus abzubrechen. Gleichzeitig räumte die Liga den Erst- und Zweitplatzierten, Niners Chemnitz und Eisbären Bremerhaven, das sportliche Aufstiegsrecht ein. Absteiger in die ProB gibt es in diesem Jahr nicht. Die Entscheidung für den möglichen Aufstieg von Chemnitz und Bremerhaven stieß allerdings auch auf Kritik. Unter anderem die Vertreter aus Jena stimmten dagegen.

Die Thüringer hatten sich gegen diese Aufstiegsregelung ausgesprochen, „um die sportliche Integrität des Wettbewerbs sowie die Fairness innerhalb der Liga nicht zu gefährden“, heißt es in einer Stellungnahme von Science City. Hier hat allerdings die BBL ohnehin das letzte Wort. Ob diese ihre laufende Saison ebenfalls sofort und ohne Meister beendet und wie es sich mit der Aufstellung für die kommende Spielzeit verhält, diese Antworten stehen weiterhin aus. „Wir hoffen, dass die Corona-Pandemie im Verlauf der kommenden Wochen und Monate substanziell abklingen wird. Aktuell summieren sich die Verluste bereits im sechsstelligen Bereich“, ist aus Jena zu hören.

Liga bricht Saison ab - Science City Jena verpasst Aufstieg

Science-City-Trainer Steven Clauss: „Das habe ich noch nicht erlebt“

Für sich entschieden hat Science City Jena, den kompletten Spiel- und Trainingsbetrieb für Profis und den Nachwuchsbereich auszusetzen. Auch die Geschäftsstelle bleibt vorerst geschlossen.

Vertragliche Konsequenzen werden aktuell geprüft, den im Team aktiven US-Amerikanern sei es freigestellt, ob sie in ihre Heimat fliegen. Dass die beiden Leistungsträger Brad Loesing und Matt Vest davon Gebrauch machen, ist unwahrscheinlich: beide erwarten hierzulande Nachwuchs, bei Familie Vest hätte es sogar ein Playoff-Baby werden können.

Freude in Erfurt: Löwen bleiben drittklassig

Für alle Beteiligten im Verein gehe die Gesundheit der Spieler, Familien und natürlich der Fans vor. Etwas Vergleichbares habe es zuvor seit Ligabestehen noch nicht gegeben, heißt es. Wie es sich in und um Jena weiterentwickelt, sei aktuell nicht absehbar. „Wirtschaftlich ist es eine prekäre Situation, in der wir als Basketballfamilie mehr denn je zusammenrücken und auf Solidarität hoffen müssen. Natürlich hoffen wir, dass diese Ausnahmesituation schnellstmöglich überwunden werden kann. Nicht zuletzt um Planungssicherheit für die neue Saison zu erhalten“, lautet es in der Stellungnahme.

Immerhin sei der Verein, der mit einem mittelständischen Wirtschaftsunternehmen zu vergleichen ist, noch von keinem Corona-Verdachtsfall betroffen. Wenigstens eine gute Nachricht, von denen es aktuell nicht sonderlich viele gibt.

Während in Jena die Saison in einem Desaster endet, können die Löwen Erfurt nächste Saison doch drittklassig planen. Die Mannschaft von Trainer Florian Gut war kurz vor Hauptrundenschluss Tabellenletzter der ProB und stand vor dem Abstieg. Nun fängt alles wieder von null an.

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