Schott Jena sieht sich für Tischtennissaison gerüstet

ena.  Während die Damen einige Wechsel im Kader vornehmen, gehen die Herren des SV Schott als Aufsteiger ohne Wechsel in die Drittligasaison.

Schott-Abteilungsleiter Andreas Amend kann im kommenden Spieljahr wieder auf die Dienste von Leonard Süß bauen.

Schott-Abteilungsleiter Andreas Amend kann im kommenden Spieljahr wieder auf die Dienste von Leonard Süß bauen.

Foto: Axel Ukena

JDie Planungen sind abgeschlossen – und zwar für die Damen und auch für die Herren. Andreas Amend, Abteilungsleiter in Sachen Tischtennis beim SV Schott Jena, muss sich kurz vor dem Schließen des Transferfensters am 31. Mai nicht noch ruhelos auf dem Tischtennis-Markt umsehen. Alle Personalien für die Saison 2020/21, die im September beginnen soll, sind im Hause Schott unter Dach und Fach.

Bei den Damen, die die abgebrochene Saison in der 3. Bundesliga Ende März auf Tabellenplatz zwei beendeten, wird es zwei Veränderungen geben. Valerie Shchetinikina aus Russland und Natalia Grigelova aus der Slowakei werden künftig nicht mehr in das Geschehen am Tisch eingreifen. Die zwei freien Plätze werden nun von den Neuverpflichtungen Daria Semenova (Russland) und Olena Nalisnikovska (Ukraine) beansprucht. Sie sollen zusammen mit Yousra Helmy, Maya Kunats, Katharina Bondarenko-Getz und Margarita Tischenko den Ligaalltag bestreiten.

Bei den Herren hat sich indes nichts verändert. Auch in der neuen Spielzeit wird das Quartett um Roman Rezetka, Pavol Mego und Tibor Spanik – allesamt aus der Slowakei – und Leonard Süß auflaufen. Dafür hat sich hinsichtlich der Ligazugehörigkeit einiges getan, schließlich beendeten die Glaswerker die abgebrochene Saison in der Regionalliga auf Tabellenplatz eins, sodass sie künftig wieder in der 3. Bundesliga agieren werden, wie vor zwei Jahren.

Ob die Saison jedoch wie geplant im September tatsächlich beginnen wird, ist dieser Tage die große Frage unter den Tischtennisspielern. Auch Andreas Amend gibt sich diesbezüglich etwas skeptisch, doch es werde fürs Erste sukzessiv auf jenen Monat hingearbeitet. „Natürlich gibt es keine Garantien dafür, dass es am Ende dann auch so kommt“, relativiert der Abteilungsleiter, der damit auf das Szenario eines erneuten Lockdowns verweist. Dergleichen könne man ja kategorisch nicht ausschließen.

Und weil dem nun einmal so ist, hat der Deutsche Tischtennis-Bund ein Gremium ins Leben gerufen, welches im Notfall darüber entscheiden soll, wie es in den einzelnen Ligen weitergehen soll. Für die Ausnahmesituation im März 2020 habe es keine Regularien gegeben. Es sei bis dato nicht definiert gewesen, wer über die Verschiebung von Ansetzungen oder letztlich auch den Abbruch einer Saison bestimmen durfte. Das habe man nun geklärt, resümiert Amend zufrieden.

Der Abteilungsleiter hofft, dass seine Schützlinge Anfang Juni ihr Training in der Halle wieder aufnehmen können – natürlich nur unter strengen Hygiene-Auflagen.

„Das ist für uns alle Neuland“, betont Amend, der dann noch auf eine Besonderheit in Sachen Hygiene verweist: der Ball. „Es wird wohl nicht mehr so sein, dass mehrere Spieler ein und denselben Ball mit ihren verschwitzten Händen anfassen werden. Künftig wird jeder seinen eigenen Ball nutzen, der dann entsprechend markiert wird.“

Doppelspiel noch ungewiss

Doch Amend will nicht klagen, im Gegenteil, erinnert er doch daran, dass es den Tischtennisspielern derzeit wohl weitaus besser ergehen würde als den klassischen Teamsportarten und jenen mit reichlich Körperkontakt. Lediglich beim Doppel sei noch ungewiss, wie man es künftig handhaben wird. „Irgendwo ist das aber auch absurd, denn wenn man zu einem Wettkampf aufbricht, sitzen ja dann auch womöglich vier Spieler für mehrere Stunden in einem Auto. Warum sollten dann nicht zwei Spieler für eine Partie zusammen agieren können?“

Und wie lauten die Ziele für die kommende Spielzeit? „Bei den Herren kann es als Aufsteiger nur der Klassenerhalt sein“, betont Amend.

Bei den Damen wünscht er sich indes, dass sie an ihre starken Leistungen aus der vorangegangen Saison anknüpfen. Ein Platz im vorderen Tabellenfeld sollte für sie im Bereich des Möglichen liegen, sagt der Abteilungsleiter.