Schwarz-Weiß Erfurt hat Verstärkung im Visier

Erfurt.  Volleyball-Erstligist Schwarz-Weiß Erfurt überlegt, im Außenangriff personell aktiv zu werden, und rechnet sich am Samstag gegen Vilsbiburg einiges aus

Potsdam (Kelsey Veltman/links) blieb in Erfurt Sieger. Vilsbiburg wollen die Schwarz-Weißen um Jasmine Gross und Sara Kovac stoppen.

Potsdam (Kelsey Veltman/links) blieb in Erfurt Sieger. Vilsbiburg wollen die Schwarz-Weißen um Jasmine Gross und Sara Kovac stoppen.

Foto: Sascha Fromm

Abhaken, das 0:3 im DVV-Pokal bei Stuttgart aus den Kleidern schütteln, das Risiko suchen, Geschlossenheit zeigen: Nach dem klar verlorenen Viertelfinale sind die Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt zu Hause um Punkte gefordert. Und die Zeit rückt heran, nach dem Tiebreak-Sieg über Wiesbaden weiter zu liefern, um die Erstliga-Zugehörigkeit zu untersetzen.

Von Druck möchte Trainer Dirk Sauermann nicht sprechen. Die Erwartungshaltung am Samstag werde aber eine andere sein als zuletzt gegen Schwerin und Stuttgart. Der Siebte Vilsbiburg zählt zu der Kategorie Gegner, gegen die sich die Erfurter einiges mehr ausrechnen.

Die Mannschaft hat auch so genügend Qualität

Ein Wiedersehen gehört dazu. Vilsbiburg ist die Heimat von Trainer Florian Völker und Co. Rebekka Schneider, die Erfurt nach einer Serie verlassen hatten. Und: Es ist die Mannschaft von Danielle Brisebois, die vorige Saison das Sprungbrett in Erfurt genutzt hat. Auch bei den Roten punktete die Kanadierin kräftig. In drei von vier Liga-Spielen (zwei wurden gewonnen) lag ihre Ausbeute im zweistelligen Bereich.

Das Augenmerk richtet Sauermann indes nicht auf die schlagstarke Kanadierin. Ebenso wenig will er sich davon lenken lassen, dass Vilsbiburg den Vertrag mit Nikki Taylor aufgelöst hatte und so ausrechenbarer sein könnte. Die Mannschaft habe auch so genügend Qualität. Eine neue Spielerin soll noch kommen.

Vom Ursprungsplan fehlen schon zwei Spielerinnen im Außenangriff

Das Thema Verstärkung rückt auch bei Schwarz-Weiß aufs Tapet. Es ist wahrscheinlich, dass Madeline Palmer infolge der Fingerverletzung noch ausfällt. Da die geplante Verpflichtung von Mariia Levanova im Sommer nie gelungen war, fehlen vom Ursprungsplan schon zwei Spielerinnen im Außenangriff.

Handlungsbedarf ist da. Eine Forderung würde Sauermann jedoch nicht aufmachen wollen. Da Sabrina Krause nach ihrer Verletzung etwas Zeit braucht, täte dem Erfurter Team indes eine Verstärkung gut –erst recht als Option. „Das hieße aber nicht, dass wir mit Rica und Paula unzufrieden wären“, erklärte der Trainer und gab Rica Maase sowie Paula Reinisch gute Noten, wie sie die Lücke nach dem Ausfalle der Amerikanerin geschlossen haben.

Im Sommer coronabedingt kein Visum bekommen

„Wenn wir verletzungsfrei durchgekommen wären, hätten wir nicht überlegt. So aber wollen wir die Mannschaft sportlich verstärken“, sagte Präsident Michael Panse.

Levanova könnte die nahe liegende Lösung sein. Die Russin hatte im Sommer coronabedingt kein Visum bekommen. Der Letzte hat bis zum Jahresende noch sechs Spiele vor sich. Der Druck wächst.

SW Erfurt – Rote Raben Vilsbiburg, Samstag, 18 Uhr, www.sporttotal.tv