Science City Jena vor Heimauftakt gegen Karlsruhe

Jena.  Jenaer Zweitliga-Basketballer mit Heimspielauftakt am Sonnabend gegen Karlsruhe. Zuschauer sind nicht erlaubt.

Jenas Trainer Frank Menz war froh über die Zwangspause zuletzt.

Jenas Trainer Frank Menz war froh über die Zwangspause zuletzt.

Foto: Christoph Worsch

Die coronabedingte Zwangspause am vergangenen Wochenende kam den Zweitliga-Basketballern von Science City Jena gelegen. „Ich habe die Spielabsage positiv gesehen. So hatten wir noch einige Tage, um intensiv zu trainieren“, sagt Cheftrainer Frank Menz mit Blick auf das ausgefallenen Spiel gegen Nürnberg, wo die ganze Mannschaft wegen positiver Covid-19-Fälle in Quarantäne musste.

Die ersten drei Ligaspiele hätten, laut Menz, nämlich deutlich gemacht, dass es den Saalestädtern wegen der um fünf Wochen verkürzten Vorbereitung noch an vielem mangelt. „Was das Basketballerische angeht, aber vielmehr noch konditionell“, sagt Menz. „Wir sind schon mitten in der Saison, aber eigentlich noch am Anfang.“

Offensivstarke Gäste

Es werde auch noch ein „paar Wochen dauern“, ehe sich die Mannschaft gefunden hat. Trotzdem ist Menz guter Dinge für den Heimspielauftakt am Sonnabend gegen die PS Karlsruhe Lions, auch wenn der aktuelle Tabellenvierte eine sehr offensivstarke Mannschaft sei. „Wir freuen uns auf das Spiel, wollen einen Schritt nach vorne macht“, sagt Menz. Ein Sieg wäre auch deshalb wichtig, um sich angesichts der Corona-Unwägbarkeiten schnell in der Spitzengruppe der Liga zu etablieren.

Personell kann er aus den Vollen schöpfen. Nur der langzeitverletzte Matt Vest fällt weiterhin aus. Insgesamt, sagt Menz, habe sich seine Mannschaft in den zurückliegenden Tagen verbessert, sei bereit für die schwer ausrechenbaren Karlsruher, die mit Kavin Gilder-Tilbury auch einen ehemaligen Jenaer im Aufgebot haben. Allerdings war sein Gastspiel in Thüringen nur kurz. Erst im vergangenen Winter nachverpflichtet, konnte der US-Amerikaner nur ein paar Spiele für Jena machen.

Menz fordert regelmäßige Corona-Tests

Derweil hat das Thema Corona und die zahlreichen Spielausfälle in der Liga in dieser Woche dafür gesorgt, dass Jena-Coach Menz gemeinsam mit seinem Rostocker Kollegen Dirk Bauermann ein Positionspapier verfasste, in dem die beiden ehemaligen Bundestrainer zu regelmäßigen Tests bei den Vereinen aufgefordert hatten. Es habe schon einige Reaktionen gegeben, berichtet Menz.

Er findet, dass die Profisportler privilegiert gegenüber all den anderen Bereichen sind, die aktuell zwangsweise pausieren müssen wie die Kultur, die Gastronomie oder der Nachwuchssport. Deshalb gelte es für alle, sich auch professionell zu verhalten und ein Maximum an Infektionsschutz herzustellen.

Science City Jena – Karlsruhe Lions, Sonnabend, 19 Uhr, Sparkassen-Arena, live im Internet bei sportdeutschland.tv