SG Gospenroda: Die Erinnerung macht Mut

Dippach/Herpf.  Landesklassen-Elf erwartet den VfL Meiningen – und zwar in Dippach, wo die Theaterstädter vor zwei Jahren strauchelten.

Gospenrodas Landesklassen-Elf (Zarschler am Ball) misst sich am Sonntag mit Spitzenreiter VfL Meiningen.

Gospenrodas Landesklassen-Elf (Zarschler am Ball) misst sich am Sonntag mit Spitzenreiter VfL Meiningen.

Foto: Mike El Antaki

Die Partie in Waltershausen war schnell aufgearbeitet. Auf die Frage, was sich gegenüber der klaren 0:4-Niederlage ändern müsse, antwortete Gospenrodas Trainer Carsten Ruppel kurz und knackig: „Alles“. Vor allem erwartet der Hesse eine andere Einstellung, mehr Biss und mehr Geschlossenheit, wenn bei der Herkulesaufgabe am Sonntag etwas Zählbares in Dippach bleiben soll. Denn der VfL Meiningen kommt nach der Eroberung der Landesklassen-Tabellenführung (3:0 gegen Steinbach-Hallenberg) mit breiter Brust. Ein Trumpf des VfL zuletzt hieß Pascal Hausner. Der 20-Jährige schnürte in drei Partien hintereinander Doppelpacks.

Dagegen stimmt es bei der SG derzeit weder hinten noch vorne. Die Tabelle kaschiert (noch) die aktuelle Verfassung. Die Gastgeber verloren inklusive des Pokalspiels in Wüstheuterode dreimal in Folge ohne eigenes Tor. Da es personell dicke Fragezeichen hinter dem Einsatz der in Waltershausen verletzt ausgeschiedenen Benjamin Glock und Marcus Hohmann gibt, ist die SG klarer Außenseiter. „Zu verlieren haben wir in diesem Spiel nichts“, weiß Ruppel.

Zumindest die Erinnerung macht Mut. Im Juni 2018 schaffte es die SG, die Meininger mit einem 3:2 in die Knie zu zwingen. Gespielt wurde damals ebenfalls in Dippach. Allerdings standen die Theaterstädter zu diesem Zeitpunkt schon als Aufsteiger fest und hatten nicht mehr den unbedingten Siegeswillen. Das dürfte am Sonntag anders sein.

Zeitgleich gastiert der FC Eisenach beim Tabellenachten in Herpf. Alle bisherigen vier Vergleiche konnten die Wartburgstädter gegen die Mannschaft aus dem Meininger Ortsteil zwar gewinnen, doch auf die Statistik ist natürlich kein Verlass. Zumal die Wartburgstädter nach dem Umbruch im Sommer weit von alter Form entfernt sind. Gegen Hildburghausen enttäuschte der FC auf ganzer Linie. Da gibt es also noch eine Parallele zu Gospenroda: Auch Eisenach muss sich in allen Bereichen steigern.