Später Ausgleich und zwei Feldverweise trüben Gospenrodas 1:1 gegen Meiningen

Dippach.  In der Fußball-Landesklasse kommt die SG Gospenroda/Dippach gegen den Tabellenführer VfL Meiningen zu einem 1:1-Unentschieden.

Marcus Hohmann jubelt: Sein Treffer reichte, um Favorit Meiningen einen Zähler abzuringen.

Marcus Hohmann jubelt: Sein Treffer reichte, um Favorit Meiningen einen Zähler abzuringen.

Foto: Mike El Antaki

Im Vorfeld hätte Carsten Ruppel ein 1:1 gegen den VfL Meiningen mit Kusshand genommen. Nach dem Spiel in Dippach war der Trainer der SG Gospenroda/Dippach „zwar prinzipiell zufrieden“, aber dennoch irgendwie hin- und hergerissen. Einerseits war da die Freude über die starke Leistung seiner Jungs. Andererseits aber auch Ärger über den späten Ausgleich und die zwei Feldverweise.

In der letzten Spielminute wurde den Gastgebern noch der greifbar nahe Sieg entrissen – durch ein Gegentor aus der Kategorie „dumm gelaufen“. Schlussmann Björn Rinn, der bis dahin stark gehalten hatte, eilte heraus und schoss Daniel Korff an, so dass die Kugel ins Tor kullerte. Danach flogen in der Nachspielzeit noch Gospenrodas Christoph Treibert und Meiningens Eric Röll jeweils wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Feld. Gospenroda hatte zuvor schon Falk Engelhardt verloren, wobei Rot wegen Notbremse in dieser Szene in Ruppels Augen eine überzogene Entscheidung vom jungen Schiedsrichter Jan Karel Bohaeck (Ilmenau) war.

Gospenrodas Coach hatte nach drei Pflichtspielniederlagen ein anderes Auftreten gefordert, was sein Team von Beginn an umsetzte. „Kämpferisch war das top. Alle haben sich reingehängt“, lobte Ruppel. Der Favorit besaß durch den Ex-Eisenacher Lucas Brinschwitz die erste gute Chance, tat sich ansonsten in Hälfte eins aber extrem schwer. Weil die SG stark dagegenhielt, nach vorn mutig aufspielte und zu mehreren Hochkarätern kam, so dass die Führung hochverdient war. Als VfL-Keeper Kallenbach einen Schuss von Marcus Köhl prallen ließ, war Marcus Hohmann per Kopf zur Stelle und ließ die meisten der 120 Zuschauer jubeln (20.).

In Hälfte zwei blieb es ein offenes, umkämpftes Spiel. Auch in Unterzahl schafften die Gospenrodaer immer wieder Entlastung. Meiningen blieb einiges schuldig und kam eher durch Zufall noch zum 1:1. Die Tabellenführung ist dennoch futsch.