SV 1883 Schwarza entthront Tabellenführer Vital

Rudolstadt.  In der Volleyball-Stadtliga führt der FES-Sechser nach dem Sieg im Spitzenspiel die Tabelle an

In der Volleyball-Stadtliga konnten zumindest drei Spieltage vor dem beginnenden Lockdown absolviert werden.

In der Volleyball-Stadtliga konnten zumindest drei Spieltage vor dem beginnenden Lockdown absolviert werden.

Foto: Alexander Hebenstreit

In der Rudolstädter Volleyball-Stadtliga wurden die Spieltage zwei und drei absolviert. Dabei kletterte zunächst der SV Vital an die Tabellenspitze, danach entthronte der SV 1883 Schwarza (FES) den Vital-Sechser im Spitzenspiel.

SV Fun Vital Rudolstadt - SSV 91 Kleingeschwenda 3:1 (25:22, 25:22, 24:26, 25:23)

Spannung, Spielfreude und großes Engagement auf beiden Seiten prägten ein durchgängig gutklassiges Stadtligaduell. Auch wenn das Spielergebnis einen klaren Sieg für die Vitalen suggeriert, war jeder Satz heiß umkämpft.

Vital musste bereits im ersten Satz beim Stand von 10:12 die erste Auszeit nehmen, um den Spielfluss des Gegners zu unterbinden. Von nun an wurde der vitale Block besser gestellt und auch der Angriff konnte wirkungsvoller in Szene gesetzt werden. Hart wurde um jeden Punkt gekämpft, was zu langen und spektakulären Ballwechseln führte, mit dem besseren Ende für Vital.

Ein ähnlicher Verlauf war auch im zweiten Satz zu beobachten. Im Verlaufe des Satzes konnte sich Vital einen kleinen Vorsprung von vier Punkten zum Stand von 20:16 erspielen. Doch die Männer von der Saalfelder Höhe gaben sich nicht auf und wehrten sich bravourös. Die Vitalen blieben im Gegenzug am Satzende ruhig und abgeklärt und gewannen auch den zweiten Satz.

Im dritten Durchgang starte Vital forsch. Im Verlauf des Satzes und im Gefühl des sicheren Sieges, schwächelte die Annahme und damit auch das Aufbauspiel. Kleingeschwenda spielte sich förmlich in einen Rausch. Beim Stand von 24:24 verließen die Rudolstädter die Nerven und das Matchglück, womit der dritte Satz mit 24:26 glücklich auf die Saalfelder Höhe wanderte.

Dramatik im vierten Satz: Beim Stand von 22:18 für Kleingeschwenda nahmen die Vitalen die wohl wichtigste Auszeit des Spiels. Mit eisernem Willen und spielerischem Geschick kämpfte sich die Heimmannschaft heran, konnte den Satz mit 25:23 und somit das Spiel gewinnen.

VC Schwarza 1983 - SV 1883 Schwarza (FES) 2:3 (25:13, 15:25, 20:25, 25:11, 11:15)

Im Duell der beiden Schwarzaer Mannschaften wurde gutklassiger Volleyball geboten mit völlig unterschiedlichen Satzverläufen. Der Heimsechser des VC, diesmal wenigstens mit einem seiner beiden Hauptangreifer angetreten, legte los wie die Feuerwehr und zog bis zum Satzgewinn uneinholbar davon.

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, traute man seinen Augen nicht, denn nun spielte sich die gleiche Szenerie umgekehrt ab. FES glückte am Ende ebenfalls eine Aufschlagserie mit neun Punkten hintereinander und glich nach Sätzen aus.

Der dritte Satz zeigte zwei angriffslustige Mannschaften, die bis zum 18:19 auf Augenhöhe agierten. Am Ende zogen die Gäste gnadenlos durch und zwangen die Gastgeber zu entscheidenden Fehlern. Das wurmte die Heimmannschaft und im vierten Satz wendete sich das Blatt abermals. Der VC Schwarza spielte druckvoll aus allen Reihen und glich verdient nach Sätzen aus.

Warum die Männer von FES so viele Fehler machten und überhaupt nicht ins Spiel des vierten Satzes fanden, bleibt wohl ihr Geheimnis. Vielleicht schonten sie sich auch für den Tiebreak, denn hier behielten sie die Oberhand und entführten verdient zwei Punkte in einem äußerst fairen Spiel.

SV Siemens Rudolstadt - Thimmendorfer Volleytiere 3:0 (25:18, 25:12, 25:18)

Die Rollen waren klar verteilt und der amtierende Meister wurde seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Die Gäste aus Thimmendorf spielten zunächst bis zum Stand von 8:8 gut mit, bis dann die Annahmeschwäche durch die Hausherren mit harten Aufschlagserien immer wieder ausgenutzt wurde. Eine Auszeit bei 16:11 brachte nur kurz eine Erholung und rasch stand es 25:18 für Siemens.

Im zweiten Durchgang erhöhten die Siemensianer den Druck im Aufschlag und Angriff nochmals, wobei die 100-Prozent-Quote von Tom Moldenhauer auf der Diagonalposition sehr sehenswert war. Man zog bis auf 19:9 weg und brachte auch Durchgang zwei mit 25:12 ins Trockene.

Die Gäste ließen sich hiervon aber nicht aus der Ruhe bringen, hielten im dritten Satz zunächst wieder gut mit, brachten eigene Angriffe durch und nutzten den bei Siemens einkehrenden, leichten Schlendrian konsequent aus. Doch auch diesmal waren es die harten Aufschläge bei den Hausherren, die den Punkteabstand schlagartig vergrößerten und zum Satzgewinn mit 25:18 führten.

Am Ende war es ein gelungener Auftakt bei Siemens, die verletzungsbedingt auf drei Stammspieler verzichten mussten.

SV 1883 Schwarza FES - SV Fun Vital Rudolstadt 3:1 (25:20, 23:25, 26:24, 26:24)

Im Spitzenspiel des dritten Spieltages ging es um die Tabellenspitze. Dementsprechend boten beide Teams ein gutklassiges Volleyballspiel auf Augenhöhe. Während FES voll konzentriert loslegte, brauchten die Gäste einen Satz, um so richtig Fahrt aufzunehmen.

Nach dem Satzausgleich deutete alles auf ein Unentschieden hin, was jedoch beim Volleyball nicht möglich ist. Haarscharf, jeweils nach Verlängerung, entschieden die Hausherren die Sätze drei und vier für sich und eroberten damit die Tabellenführung.

Vital machte am Ende wenige, aber entscheidende Angriffsfehler und verlor denkbar knapp zwei Sätze und damit auch das Spiel. Während am zweiten Spieltag noch das Glück auf Seiten der Gäste war, wechselte es nun die Seite und verhalf FES zum Sieg.

SV Yuko Saalfeld - SV Siemens Rudolstadt 1:3 (18:25, 25:16, 17:25, 18:25)

Schon im ersten Satz lief der Siemens-Motor wie gewohnt rund, so dass die Gäste aus Rudolstadt sicher in Führung gingen. Jedoch brachten im zweiten Satz die Saalfelder den Motor der Siemensianer erheblich ins Stottern. Durch starke Aufschlagserien konterte Yuko und glich verdient aus.

Nach dem Durchschütteln war den Gästen klar, dass sie einen Gang hochschalten müssen und das taten sie auch. Wieder voll konzentriert spielte der Titelverteidiger seine Stärken aus und gewann sicher die nächsten beiden Sätze und damit das Spiel. Yuko gelang es nicht noch einmal, ihre Hammeraufschläge auszupacken und Siemens zu beeindrucken.

Thimmendorfer Volleytiere - VC Schwarza 0:3 (24:26, 11:25, 25:27)

Mit für die Gastgeber unbekanntem Gefühl begann der erste Satz, denn die Thimmendorfer lagen schnell mit 4:0 in Führung. Der Gast punktete danach durch platzierte Angriffe und die bekannte, gute Feldabwehr. Jedoch hielten die Volleytiere ordentlich dagegen, so dass der VC nur knapp den ersten Durchgang gewann.

Im zweiten Satz war jedoch schnell die Spannung raus, denn zu deutlich gaben jetzt die Gäste nach Belieben den Ton an. Mit ihrer Routine, gutem Aufschlag- und Angriffsspiel konnten sie von den massiven Fehlern der Thimmendorfer profitieren, in deren Spiel überhaupt nichts mehr klappte. Viele Annahmefehler und absolut kein Druck im Angriff machten dem Gegner das Punkten einfach.

Und der dritte Satz begann, wie der zweite endete. Die Gastgeber schienen sich aufgegeben zu haben, denn eine wirkliche Gegenwehr war nicht ersichtlich (4:10, 5:15). Doch plötzlich punkteten hauptsächlich die Volleytiere und der Rückstand schmolz. Der VC hatte mit erstarkter Gegenwehr zu kämpfen und zeigte sich davon beeindruckt. Auszeiten der Gäste bei Zwischenständen von 23:18 und 24:22 konnten den Ausgleich bei 25:25 nicht verhindern. Ein Happy End hatte diese Aufholjagd jedoch nicht für die Gastgeber, denn Schwarza konnte den Satz mit 27:25 retten.