Tabellenführer gestürzt

Nordhausen.  Nordhausens Thüringenliga-Volleyballer gewinnen im Spitzenspiel gegen Gotha 3:1 und sind neuer Spitzenreiter

Kaum ein Durchkommen: Die SVC-Volleyballer Willy Suhr (rechts) und Tobias König stellen einen Block.

Kaum ein Durchkommen: Die SVC-Volleyballer Willy Suhr (rechts) und Tobias König stellen einen Block.

Foto: Christoph Keil

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Zum Auftakt der Heimspiele zum Abschluss des Jahres haben die Nordhäuser Thüringenliga-Volleyballer vor eindrucksvoller Kulisse in der heimischen Käthe-Kollwitz-Sporthalle ihr wahres Leistungsvermögen gezeigt. In einer hochklassigen Partie mit dem bisherigen Primus vom VC Gotha II gingen die Gastgeber mit 3:1-Sätzen als Sieger vom Spielfeld. „Wir gehen jedes Spiel gleich an. So auch gegen Gotha. Dass wir gewonnen haben, freut uns sehr. Und es war ein überaus verdienter Sieg“, freute sich SVC-Trainer Michael Gryga.

Dem enormen Kraftaufwand mussten die Südharzer beim anschließenden 2:3 gegen den SV TU Ilmenau Tribut zollen. Dennoch stehen die Nordhäuser aufgrund dieses einen erzielten Punktes an der Spitze der Thüringenliga. Über die gesamte Spieldauer von 94 Minuten zeigten die beiden derzeit spielstärksten Mannschaften ihr ganzes Repertoire am hohen Netz, so dass die etwa 100 Zuschauer viele spektakuläre Aktionen auf beiden Spielfeldhälften zu sehen bekamen. „Dass wir dann gegen Ilmenau verloren haben, ist auch eine Kopfsache. Wir führen 2:0 in den Sätzen und geben das Spiel noch her. Klar hat am Ende auch die Kraft eine Rolle gespielt“, weiß Gryga, der aber die Niederlage nicht zu hoch einschätzt. Was das Thema Aufstieg angeht, hält er sich bedeckt: „Darüber denken wir nicht nach. Das kommt, wenn die Zeit reif ist. Die Jungs kommen zum Training mit Spaß und wollen auch genau diesen Spaß haben. Das ist momentan unsere große Stärke.“

Zu Beginn waren die Gäste aus Gotha von der Kulisse etwas beeindruckt, der SVC legte direkt mit einem 3:0 los. Im weiteren Verlauf des ersten Satzes konnten sich die Hausherren durch eine Fünf-Punkte-Serie einen entscheidenden Vorteil auf dem Weg zum 25:21 verschaffen. Im zweiten Abschnitt zeigte der VC Gotha II, was er drauf hat. Direkt vom Anpfiff weg lagen die Südharzer im Rückstand (4:9). Beide Auszeiten und der Einsatz der Ergänzungsspieler konnten den Ausgleich nach Sätzen (20:25) nicht verhindern. Auf der dritten Etappe lieferten sich beide Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch auf höchstem Thüringenliga-Niveau. Bis kurz vor Ultimo konnte sich kein Team entscheidend absetzen. In der entscheidenden Phase agierte der zahlreiche SVC-Anhang als siebenter Mann und klatschte Kapitän Chris Kampmeyer, Rick Herbarth, Tobias König, Eric Laude, Felix Loup, Patrick Ohm, Andreas Otten, Willy Suhr, Paul Weska, Michael Feitsch, Matthias Deede und Libero Jaspar Gemperlein zum 25:23-Sieg. Im vierten Satz mussten die Nordhäuser Schwerstarbeit auf dem Spielfeld leisten, um die Gothaer nach einem 7:12 wieder einzuholen und nachfolgend auf Distanz zu halten. Drei Punkte in Folge zum Satzball ebneten schließlich den Weg zum Erfolg, unter stehenden Ovationen brachte ein erfolgreicher Angriff die endgültige Entscheidung zum 25:20.

Alle Akteure aufseiten des SVC hatten in der ersten Partie mächtig Körner gelassen, dennoch konnte mit solider Spielweise der SV TU Ilmenau im zweiten Spiel des Tages nach zähem Ringen in den Sätzen eins und zwei jeweils mit 25:23 knapp geschlagen werden. 2:0-Führung. Alles sah nach einem sicheren Sieg aus. Im Anschluss daran machte sich der Kräfteverschleiß dann aber immer deutlicher bemerkbar, obwohl die Südharzer kämpferisch noch einmal alles in die Waagschale warfen.

Die Entscheidung fiel im Tiebreak, mit Mobilisierung aller Kraftreserven wurden beim 8:5 letztmalig die Seiten gewechselt. Am Ende der nochmaligen 112 Spielminuten hatten die Nordhäuser Spieler ihr Pulver verschossen und gingen durch das 11:15 das erste Mal seit fast einem Jahr als zweiter Sieger vom Spielfeld. Der eine Punkt bringt dem SVC die momentane Tabellenführung, bereits am nächsten Samstag soll diese beim nächsten Heimdoppel gegen Schmalkalden und Eisenach erfolgreich verteidigt werden.

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