Teistungens Spiel fällt wegen Sportverbot im Eichsfeld aus

Eichsfeld.  Fußball-Verbandsliga: Teistungens Spiel ist abgesagt. Auch bei Gegner Schott Jena steht kein Platz zur Verfügung.

Der Heiligenstädter Robin Marx (blau) will mit seiner Mannschaft am heutigen Nachmittag beim 1. FC Sonneberg endlich den ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga unter Dach und Fach bringen.

Der Heiligenstädter Robin Marx (blau) will mit seiner Mannschaft am heutigen Nachmittag beim 1. FC Sonneberg endlich den ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga unter Dach und Fach bringen.

Foto: Uwe Petzl

Corona macht auch vor dem Eichsfeld und dem Fußball nicht halt. So ist in der Verbandsliga am achten Spieltag noch offen, ob die Partie von Wacker Teistungen aufgrund des Sportverbots im Landkreis ausfällt oder beim Gegner Schott Jena ausgetragen wird.

1. FC Sonneberg - SC Heiligenstadt (Heute, 15 Uhr). Auch die Partie in der Spielzeugstadt wäre am vergangenen Donnerstag schon fast abgesagt worden. Laut Mitteilung von Heiligenstadts Trainer Ronny Löwentraut hatte das Gesundheitsamt in der südthüringischen Stadt eine Anreise der Gäste wegen der hohen Infektionszahlen in der Kreisstadt des Eichsfelds abgelehnt.

Allerdings wäre auch das Drehen des Heimrechts nicht möglich gewesen, da dann die Sonneberger Kicker nach der Rückkehr in Quarantäne gemusst hätten. Jetzt begeben sich die Heiligenstädter nach Zustimmung der Gesundheitsbehörde in Sonneberg auf die lange Fahrt an die Landesgrenze zu Bayern, müssen aber die vorgegebenen Hygienebestimmungen konsequent einhalten, dürfen nur mit maximal 20 Personen anreisen.

Zudem wird die Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt, sind keine Zuschauer zugelassen. „Wir müssen endlich den Bock umstoßen und gewinnen“, sagt erneut der 42-jährige Heiligenstädter Coach. Das 1:1 vor Wochenfrist gegen den guten Aufsteiger FC Erfurt Nord war bereits die fünfte Punkteteilung bei zwei Niederlagen in der noch jungen Saison für die Eichsfelder. Gegen den Tabellenzehnten plagen den Heiligenstädter Trainer neben gesundheitliche Problemen noch personelle. Mit den beruflich verhinderten Jan Hausner und Kai Rhöse sowie dem erkrankten Martin Heinevetter bricht ihm seine komplette Innenverteidigung weg.

„Das ist mein größtes Problem, deren Ausfälle adäquat zu kompensieren“, erklärt der Familienvater, dem außerdem Stürmer Ivan Peric und Mittelfeldmotor Giulian Thunert ausfallen. Dennoch denkt der Fachmann aus Großengottern positiv und hofft gegebenenfalls mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft den angestrebten Erfolg zu realisieren.

Eintracht Eisenberg - Preußen Bad Langensalza (Heute, 15 Uhr). Einigen Respekt bringt Preußens Trainer Thomas Wirth dem gastgebenden Tabellendritten entgegen, der schon in der vergangenen Saison eine gute Rolle im thüringischen Oberhaus spielte. „Er besitzt eine erfahrene Mannschaft mit oberligaerfahrenen Spielern von Carl Zeiss Jena“, erläutert Wirth, der in der Nähe von Jena wohnt. Zudem wird die Partie auf dem kleinen Kunstrasenplatz in der Gemeinde im Altenburger Land ausgetragen.

Verstärkt haben die Preußen im Training schnelles Umkehrspiel mit langen Pässen und konsequenten Abschluss geübt, um gut vorbereitet auf den kompakten Gegner zu sein. Verzichten muss der Coach coronabedingt auf einen Schützling sowie auf Florian Trost (Wadenprobleme), Sascha Reuter (Weltreise) und aus beruflichen Gründen auf Simon Scheer. „Dennoch wollen wir erfolgreich agieren und die verlorenen Punkte beim 1:1 gegen die Spielvereinigung Geratal zurückzuholen“, berichtet der Preußen-Coach.

Wacker Teistungen - Schott Jena (So., 14.30 Uhr ist abgesagt worden). Die Begegnung fällt aufgrund des Sportverbots im Landkreis Eichsfeld aus. „Wir haben den Saalestädtern angeboten, das Heimrecht zu tauschen“, informierte am gestrigen Freitagabend Teistungens Trainer Volker Reinhardt. Die Verantwortlichen von Schott Jena hatten in den Telefonaten mitgeteilt, dass in der Universitätsstadt weder Rasen- noch Kunstrasenplätze zur Verfügung ständen, um die Begegnung durchführen.

„Dass ist sehr ungünstig, denn der Terminkalender in der Verbandsliga ist prall gefüllt und wir müssen auch noch das ausgefallene Spiel beim SV Ehrenhain nachholen“, berichtet der 46-jährige Coach. Wegen eines schweren Unfalls auf der Autobahn 38 mit stundenlangem Stau war es den Wackeranern vor Wochenfrist nicht möglich gewesen, den Spielort in Ehrenhain zu erreichen.