Thüringer HC freut sich auf Heimkehr in die Salzahalle

Erfurt.  Am Samstag erwartet Handball-Bundesligist Thüringer HC Buchholz-Rosengarten. Trainer Herbert Müller kann nur vom Rollstuhl aus eingreifen.

Trainer Herbert Müller (Mitte) wird im ersten Heimspiel seit Mai 2019 vom Bruder und Co-Trainer Helfried Müller ersetzt.

Trainer Herbert Müller (Mitte) wird im ersten Heimspiel seit Mai 2019 vom Bruder und Co-Trainer Helfried Müller ersetzt.

Foto: Sascha Fromm

Ungewohnt ist es für Helfried Müller schon, in der ersten Reihe zu stehen. Bis auf eine Sperre für eine Partie in Skopje könnte er sich nicht daran erinnern, dass sein Bruder Herbert in gut zehn Jahren beim THC mal gefehlt hätte. Wegen eines Sehnenabrisses am Oberschenkel muss der THC-Trainer nun den Hauptteil der Arbeit seinem jüngeren Bruder überlassen.

„Neues Gesicht, neue Halle – das sind die Stichworte“, sagt der 54-Jährige, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr drückt Helfried Müller für alle im THC die Vorfreude auf die „Heimkehr“aus. In der modernisierten Salzhalle tragen die Bundesliga-Handballerinnen am Samstag gegen Buchholz-Rosengarten ihr erstes Punktspiel seit Mai 2019 aus.

Herbert Müller muss Bein gestreckt halten

Herbert Müller wird da sein. Nachdem die Sehne wieder verankert worden ist, muss er das Bein gestreckt halten. Entsprechend kann er nur vom Rollstuhl aus eingreifen und legt den Rest in die Hände des Bruders. In gute, wie das 36:22 in Mainz am Vorsonntag zeigte.

Was Handball angeht, passt zwischen beide ohnehin kein Blatt Papier. Was der eine denkt, spricht der andere aus. Bei aller Euphorie durch die Halle warnt Helfried Müller vor dem Aufsteiger. „Vor uns wird erstmals schwere Arbeit stehen. Es wird ein Gegner sein, den man sich stellen muss, den man niederkämpfen muss, durch eine solide Abwehr, durch hohes Tempo“, betont er.

Respekt vorm Außenseiter

Er spricht respektvoll vom Außenseiter. Weil er Kämpferherz habe und Erfahrung durch gestandene Erstliga-Spielerinnen mitbringe, gelte es aufzupassen. „Ich erwarte aber, dass wir alles geben. Die Mannschaft muss zeigen, wer Herr im Haus ist“, schließt er angesichts der Favoritenstellung.

Keine neue Rolle für die THC-Frauen. Ihre Rückkehr besitzt dennoch ungewohnte Züge. Volle Ränge wie vorher lässt Corona nicht zu. Knapp 500 Leute hat das Gesundheitsamt genehmigt. Mit denjenigen, die den Kauf einer Dauerkarte abgeschlossen haben, sei die Zuschauerkapazität erschöpft, so THC-Geschäftsführer Maik Schenk.

Thüringer HC – Buchholz-Rosengarten, Samstag, 18 Uhr, Salza-Halle