THC-Handballerinnen vor heißem Tanz im ungarischen Norden

Erfurt.  EHF-Cup: Bei Debrecen kommt es am Sonnabend zum Spitzenspiel in der Gruppe A. Der deutsche Pokalsieger aus Thüringen reist ohne fünf zum punktgleichen Staffelzweiten.

Hier geblieben: Beobachtet von Ann-Cathrin Giegerich, halten Emily Bölk, Almudena Rodriguez und Meike Schmelzer (von links) Göppingens Kreisläuferin Petra Adamkova.

Hier geblieben: Beobachtet von Ann-Cathrin Giegerich, halten Emily Bölk, Almudena Rodriguez und Meike Schmelzer (von links) Göppingens Kreisläuferin Petra Adamkova.

Foto: Sascha Fromm

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Der Respekt ist groß, das Aufgebot eher ein kleines. Ohne fünf sind die THC-Handballerinnen am Freitagmorgen nach Ungarn aufgebrochen. Nach zwei Siegen kommt es am Samstagnachmittag bei Debrecen zum Spitzenspiel der beiden Ungeschlagenen der EHF-Cup-Gruppe A.

Für THC-Trainer Herbert Müller ist der aktuell Fünfte der ungarischen Liga „vielleicht der Favorit“ in der Vierer-Gruppe. Wie der THC hat er die ersten Duelle gegen Most und Kastamonu gewonnen, sodass es zu einem schon vorentscheidenden Vergleich im Kampf um den ersten Platz kommen könnte. Ein heißer Tanz wird es bestimmt.

„Wir sind angehalten, um jedes Tor zu fighten“, ist sich der THC-Coach sicher. Es ist die technische Beschlagenheit durch die ungarische Handball-Schule, die ihn immer wieder beeindruckt und die Mannschaft von den Außen bis zum Rückraum so gefährlich macht. Und es ist die Atmosphäre, die zusätzlichen Respekt einflößt. Was von den Rängen auf die Spielerinnen zukomme, sei enorm. „Sie müssen ein dickes Fell haben. Die Ungarn haben scharfen Paprika im Blut“, unterstreicht Herbert Müller.

So gäbe es viele Aspekte, auf die man aufpassen müsse, meint er. Gerade angesichts der großen Herausforderung, aber auch angesichts der großen Chance, einen Riesenschritt Richtung EHF-Cup-Viertelfinale machen zu können, hätte er sich ein breiteres Aufgebot gewünscht. Wie gegen Göppingen am Mittwochabend (34:23) muss er allerdings auf Iveta Koresova verzichten. Die Kapitänin bleibt wegen einer schmerzhaften Schulterprellung aus der Partie gegen Kastamonu zu Hause und versucht die Entzündung auszukurieren. Wie lange sie nicht spielen kann ist offen.

Mia Biltoft konnte wegen Mutterpflichten ebenso wenig mitfliegen. Mit Marie Davidsen und Josefine Huber fehlen zwei weitere Spielerinnen wegen Verletzungen. Und darüber hinaus Mikalea Mässing. Die Schwedin steht nach ihrem Eingriff ins Knie allerdings unmittelbar vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Ein Belastungstest sei gut verlaufen, sagte Herbert Müller. Von Hamburg aus stößt Torhüterin Jana Krause zur Mannschaft, um Ann-Cathrin Giegerich zu unterstützen. Nach dem Flug nach Budapest steht noch eine mehrstündige Busfahrt in den Norden Ungarns an.

„Ich hoffe, dass wir alle noch eine Schippe drauflegen können“, sagte Herbert Müller in Erwartung eines weit schwereren Duells, als die beiden vergangenen gegen Most und Kastamonu waren. Wie der Respekt ist aber auch die Hoffnung groß, den einen oder anderen Punkt mitnehmen zu können.

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