ThSV Eisenach erkämpft sich zweiten Platz zurück

Steffen Eß
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Peter Walz (links) und Willy Weyhrauch stoppen Dessaus Timo Löser im Verbund.

Peter Walz (links) und Willy Weyhrauch stoppen Dessaus Timo Löser im Verbund.

Foto: Sascha Fromm

Eisenach.  In einem hitzigen Spitzenspiel der zweiten Liga behalten die Handballer vom ThSV Eisenach kühleren Kopf und gewinnen gegen Dessau 27:24.

Draußen wurde es frostig, drinnen heiß. Die Aßmann-Halle kochte, als in den letzten Minuten ein Angriff nach dem anderen daneben ging, dann aber Fynn Hangstein noch einmal seine Klasse zeigte. Mit dem 27:24 aus schwieriger Lage ließ er seine Eisenacher Handballer nach einem packenden Spitzenspiel gegen Dessau jubeln. Damit eroberte der Thüringer Zweitligist den zweiten Platz zurück.

„Wichtiger Bestandteil wird sein, Dessau das Tempospiel zu nehmen“, sagte ThSV-Trainer Misha Kaufmann vor dem 58. Duell mit den Anhaltinern. Und seine Mannschaft setzte das vor 2026 Zuschauern folgsam um. Um sich in einem bissig umkämpften Kopf-an-Kopf-Rennen der ersten Hälfte ein Plus herauswerfen zu können, bedurfte es eines kurzen, aber knackigen Laufs. Binnen vier Minuten nutzten Grgic, Weyhrauch, Schneibel und Reichmuth mit ihren Toren zum 12:8 (24.) eiskalt, dass die Dessauer für den Moment von der Rolle schienen. Hangstein setzte kurz der Sirene noch einen drauf (17:12).

Zehn Zeitstrafen in den ersten 30 Minuten

Das Fünf-Tore-Plus aber war kein Ruhekissen. Nicht zuletzt, da viel Hektik das Derby begleitete. Eine Aktie daran besaßen die Unparteiischen. Mit rigorosem Durchgreifen versuchten sie, Ruhe in die Partie zu bekommen. Mit einem Strafenfestival schienen sie allerdings eher das Gegenteil zu befördern.

Zehn Zeitstrafen schlugen bereits in den ersten 30 Minuten zu Buche. Und eine Rote Karte für Eisenachs Meyer (29.), der nach der Pause eine weitere Disqualifikation folgte. Bei der dritten Strafe war das Treffen für Dessaus Leu ebenfalls vorbei (37.).

Für die Eisenacher sprach, dass sie zunächst weiter kühleren Kopf behielten. Als Snajder sein anfängliches Wurfpech kurz ablegen konnte und zum 24:16 (43.) traf, waren die Weichen auf Heimsieg gestellt. Ei­gentlich. Denn Dessau kam auf – und verkürzte Tor um Tor, bis Hangstein Eisenachs Jubelfest auslöste.