ThSV Eisenach geht an der Ostsee unter

Lübeck.  Handball: Der ThSV Eisenach unterliegt nach enttäuschender Leistung beim VfL Bad Schwartau 21:31 (11:14).

Auch seine Tore halfen nicht: Willy Weyhrauch.

Auch seine Tore halfen nicht: Willy Weyhrauch.

Foto: sportfotoeisenach

Die Krankenstation beim ThSV Eisenach hatte sich gelichtet, Kikanovic und Mürköster standen wieder im Aufgebot. Dagegen klagten die noch punktlosen Bad Schwartauer über einige verletzte Akteure, wollten aber endlich die ersten Pluszähler einfahren. Das gelang gegen enttäuschende Eisenacher unerwartet deutlich mit 32:21 (14:11). Erfolgreichste Werfer für Eisenach waren Weyhrauch mit sieben und Saul mit sechs Treffern.

Eine kompakte Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüter Thomas Eichberger bildete den Grundstein zu Eisenachs 5:1-Führung nach 10 Minuten. Weyhrauch hatte da bereits drei Bälle eingenetzt. Gute Chancen blieben dennoch ungenutzt, das variable Angriffsspiel der Eisenacher mündete in der Folge nicht im erfolgreichen Wurf. Snajder und Dicker scheiterten gleich mehrfach an VfL-Keeper Conrad.

Das putschte dessen Vorderleute richtig auf. Bei eigener Überzahl kassierte Eisenach den Treffer zum 7:7-Ausgleich (19.). Die Hausherren hatten sich vom Anfangsschock bestens erholt, die Thüringer verloren gegen eine nun herzhaft zugreifende Abwehr den Faden.

ThSV-Coach Markus Krauthoff-Murfuni brachte Alaj für den glücklosen Snajder. Kikanovic kam im linken Rückraum, Ulshöfer übernahm die Regieposition, Tokic rückte auf Rechtsaußen. Doch die Hausherren hatten längst das Zepter übernommen, beantworteten Eisenacher Fahrkarten mit schnellem Umkehrspiel zum 12:9 (27.) und gingen mit einer 14:11-Führung in die Halbzeitpause. Zwischen der 10. und 30. Minute landeten ganze vier (!) Eisenacher Bälle im Kasten der Norddeutschen.

Und die Fehler des ThSV im Positionsangriff häuften sich, die Hausherren dankten es zum 21:15 (38). VfL-Torwart Conrad wurde mehr und mehr zum Alptraum der Eisenacher. Saul, bis dahin treffsicher, und Tokic scheiterten binnen weniger Sekunden. Selbst in Überzahl verloren die Eisenacher das Leder, die Gastgeber vollendeten per Ge­genstoß zum 23:15 (42.). Bad Schwartau sprühte vor Spielfreude.

Zusätzliches Eisenacher Unheil: Tokic humpelte in der 48. Minute verletzt vom Parkett. Die Norddeutschen kombinierten nun nach Herzenslust. Nahezu alle Feldspieler der Gastgeber beteiligten sich am Trefferreigen. Eisenach schien nur noch den Schlusspfiff herbeizusehnen. Beim ThSV klappte hinten und vorn nichts mehr. In Spiellaune trafen die Lübecker letztlich sogar zum zweistelligen Sieg.