Premiere in der Champions League: Ein neues Stück Tischtennis-Geschichte für Post SV Mühlhausen

Mühlhausen  Tischtennis-Bundesligist Post SV Mühlhausen startet sein sportliches Abenteuer in der Königsklasse am Freitag im russischen Orenburg.

Ovidiu Ionescu (links) holte bei der EM Silber im Einzel, Daniel Habesohn Gold im Doppel. Ihre starke Form wollen sie in Orenburg trotz Reisestress bestätigen.

Ovidiu Ionescu (links) holte bei der EM Silber im Einzel, Daniel Habesohn Gold im Doppel. Ihre starke Form wollen sie in Orenburg trotz Reisestress bestätigen.

Foto: Daniel Habesohn

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Gestern hoben die Maschinen aus verschiedenen Städten in Richtung Moskau ab – sieben Protagonisten von Post Mühlhausen inklusive. Neben den vier Spielern Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu, Lubomir Jancarik sowie Steffen Mengel waren auch Trainer Erik Schreyer, Präsident Thomas Baier und Manager Thomas Stecher an Bord.

Nach der Zwischenlandung in Moskau ging es noch einmal zwei Stunden in die Luft, um das finale Ziel Orenburg zu erreichen. In der nahe der Grenze zu Kasachstan gelegenen Stadt beginnt für die Postler ein neues Stück Tischtennis-Geschichte. Zum ersten Mal nehmen die Thüringer an der Champions League teil und erwischten bei der Auslosung mit dem Vorjahresfinalisten Orenburg gleich eine Herkulesaufgabe.

Viel schwieriger, als mit dem Freitagspiel (14 Uhr deutscher Zeit) kann man in die Gruppenphase kaum starten. Dennoch überwiegt im Post-Lager die Vorfreude auf das Abenteuer. Als „riesengroß“ bezeichnet Manager Thomas Stecher eben jene, was sich zum einen aus dem hochkarätig besetzten Gegner, aber auch den tollen Leistungen von Ionescu und Habesohn bei der EM in Alicante ergibt.

Dort trumpfte der Rumäne Ionescu im Einzel auf und schlug auf seinem Weg zu Silber unter anderem den für Orenburg startenden Weltklassespieler Wladimir Samsonov. Habesohn setzte sich im Doppel zusammen mit seinem österreichischen Landsmann Robert Gardos die Krone im Doppel auf und wurde im Einzel erst von Ausnahmekönner Timo Boll gestoppt.

„Wir hoffen natürlich, dass ‚Ovi‘ an diese Weltklasse-Leistung anknüpfen kann und noch voller Adrenalin ist. Vielleicht fliegt er ja durch das Wochenende“, sagt Stecher. Für den 29-Jährigen ist es die erste Teilnahme an der Königsklasse – wie auch für Jancarik und Mengel. Nur Habesohn verfügt bereits über Erfahrung. „Daniel ist routiniert genug und wird das ganz professionell angehen“, ist sich Stecher sicher.

Doch unabhängig davon fühlen sich die Thüringer in ihrer Außenseiterrolle sichtlich wohl. Kein Wunder, stehen bei Orenburg neben Samsonov mit dem Deutschen Dimitrij Ovtcharov, dem Portugiesen Marcos Freitas sowie dem Chinesen An Yan weitere Weltklasse-Akteure im Kader. Nicht nur deshalb wollen Stecher und Co. die Atmosphäre aufsaugen und genießen.

„Die EM ist das eine, Champions League aber wieder etwas ganz anderes. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen und den Favoriten so gut es geht ärgern“, gibt sich der Mühlhäuser Manager zurückhaltend.

Champions League Fakel Orenburg – Post Mühlhausen, Freitag 14 Uhr

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