Trainer erwartet von Science City eine Leistungssteigerung

Jena.  Science City Jena empfängt am Mittwoch die Rostock Seawolves in der 2. Basketball-Bundesliga. Wiedersehen mit Ex-Bundestrainer Bauermann

Alex Herrera (Nummer 41, Mitte) ist aktuell der einzige etatmäßige Center, der Science City Jena zur Verfügung steht.

Alex Herrera (Nummer 41, Mitte) ist aktuell der einzige etatmäßige Center, der Science City Jena zur Verfügung steht.

Foto: Sascha Fromm

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Freunde ist vielleicht das falsche Wort, aber alte Weggefährten sind Steven Clauss und Dirk Bauermann auf alle Fälle. Die beiden kennen und schätzen sich seit 1980, als sie noch Trainernovizen waren. Auch beim Deutschen Basketball-Bund arbeiteten sie zusammen, Bauermann als Bundestrainer, Clauss als Sportdirektor.

„Natürlich haben solche Spiele dann immer auch einen besonderen Charakter“, sagt Clauss. Bei Science City lenkt er mittlerweile als verantwortlicher Coach die Geschicke, bis sich Frank Menz, auch ein ehemaliger Bundestrainer, von seiner Erkrankung erholt hat. Bauermann betreut seit Anfang des Jahres die Rostock Seawolves, die am Mittwoch zu Gast in der Sparkassen-Arena in Jena-Burgau sind.

„Ich finde es toll, dass ein erfahrener Trainer wie er wieder nach Deutschland gekommen ist.“ Und die Rückkehr von Bauermann in die 2. Bundesliga ist auch ein deutlicher Fingerzeig, mit welchen Ambitionen die Ostseestädter zu Werke gehen. Der Trainerwechsel bei den Seawolves kam für Clauss deshalb auch nicht überraschend. Der aktuelle Tabellen-Elfte habe vor der Saison „sehr laut und sehr deutlich verkündet, dass sie aufsteigen wollen“. Jetzt soll Dirk Bauermann die Erwartungen erfüllen. „Und es gibt ein bisschen Aufwind, seit Dirk da ist“, findet Clauss.

Was ihn und Science City am Mittwoch erwartet, weiß er ganz genau. „Dirk ist ein ausgewiesener Verteidigungsexperte. Seine Mannschaften verteidigen immer sehr hart.“ Aber auch Menz und er seien in dieser Hinsicht bekannt. „Wir werden ein sehr verteidigungsgeprägtes Spiel sehen“, verspricht der 62-jährige.

Die zwei Jenaer Niederlagen zuletzt nimmt sich der Tabellen-Dritte von der Saale nicht zu sehr zu Herzen. „Nur, weil wir zwei Spiele verloren haben, ist es kein Weltuntergang“, sagt Oliver Mackeldanz. Der Center muss immer noch eine Weile aussetzen wegen einer Muskelverletzung in der Wade. Und er wird schmerzlich vermisst. „Dass uns mit Olli und Lars Lagerpush zwei Große fehlen, tut uns schon weh. Für sie müssen andere spielen und dadurch verschiebt sich alles auf den Positionen. Das ist nie optimal für eine Mannschaft“, sagt Clauss.

Ausreden, auch weil der Einsatz von Kapitän Dennis Nawrocki weiter fraglich ist, lässt er aber nicht gelten. „Gute Teams müssen das kompensieren. Wir haben zuletzt nicht das abgerufen, was wir können“, findet Clauss.

Das Rezept für das Rostock-Spiel klingt einfach: „Rausgehen und gut spielen!“ Es würde ihm dabei schon reichen, wenn die in der vergangenen Woche nachverpflichteten Kamou Stokes und Kavin Tilder-Gilbury besser spielen als bei ihrem Debüt im Jena-Trikot gegen die Artland Dragons. Und dass das schon gegen Rostock gelingt, da ist sich der Deutsch-Amerikaner Clauss eigentlich sicher: „Das sind gute Jungs, die von Woche zu Woche besser werden. Und sie werden eine deutlich bessere Leistung abrufen als gegen Artland.“

Science City Jena – Rostock Seawolves, Mittwoch, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena

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