Trainer Müller bleibt Thüringer HC treu

Erfurt.  Der Thüringer HC verkündet die Vertragsverlängerung mit Herbert und Helfried Müller und gewinnt in der Bundesliga 34:21 gegen Ketsch.

THC-Trainer Herbert Müller.

THC-Trainer Herbert Müller.

Foto: Sascha Fromm

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Blumen für Vize-Weltmeisterin Almudena Rodriguez, ein neuer Vertrag für die Trainer und Komplimente für die Kurpfalz Bären: Der Thüringer HC verteilte Lob und versüßte sich selbst den Jahresausklang. Zumindest, was den ersten Teil der abschließenden Aufgaben angeht. Bevor am Sonntag an gleicher Stelle mit dem Duell gegen die HSG Bensheim/Auerbach der letzte Vorhang im zu Ende gehenden Kalenderjahr fällt (15 Uhr), haben die Thüringer Handballerinnen Schwung geholt.

Beim 34:21 (17:12) feierten sie am Freitag in der Erfurter Riethhalle vor gut 1300 Zuschauern einen ungefährdeten Sieg, gleichwohl sich der Aufsteiger nach Kräften wehrte und den Pokalsieger forderte. „Die Tordifferenz sollte zweistellig werden. Am Ende können beide damit leben“, meinte Herbert Müller, der dem THC auch in den nächsten beiden Jahren erhalten bleibt. Zur Freude der applaudierenden THC-Fans verkündete Gesellschafter Helmut Peter vorm Spiel, dass der Vertrag mit Herbert und Helfried Müller verlängert worden ist. „Das hier ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Herbert Müller und sprach von einer Herzensangelegenheit.

Zwei Tage, zwei Einheiten: Vielmehr Zeit blieb den THC-Trainern zuvor nicht, ihr Team nach der WM-Pause auf die beiden letzten Partien vorzubereiten. Umso zufriedener schauten sie am Ende, als ein klarer Sieg auf der Anzeigetafel stand. Ihre Mannschaft tat sich zuvor indes zuweilen schwer, Rhythmus nach der spielfreien Zeit zu finden. Dennoch setzten sich die Einheimischen bei Höhen und Tiefen Stück für Stück ab und erarbeiteten sich ein solides Polster – ohne dabei zu glänzen.

Rückraumspielerin Rodriguez, die für die verletzte Alicia Stolle im Rückraum spielte, empfahl sich zunächst mit vier Toren. Die Spanierin traf insgesamt sechsmal wie Iveta Koresova und Lydia Jakubisova.

Deutlich flüssiger zeigte sich das THC-Spiel nach der Pause. Mit dem Pfund einer glänzenden Marie Davidsen im Tor, die gleich fünf Würfe meisterte, machte sich der THC auf und davon. Beate Scheffknecht erzielte nach 48 Minuten das 30. Tor. Zu viel für den Gast, der nun wenig entgegenzusetzen hatte, während sich die Thüringerinnen warm warfen.

Der Januar hat es in sich: acht Spiele in gut vier Wochen, drei Wettbewerbe. Der Tanz auf drei Hochzeiten wirft seine Schatten voraus. Vier Tage vor dem Jahreswechsel zeigten sich die THC-Frauen zumindest gewappnet für die finale Prüfung. Sicher wird es am Sonntag ein anderes Spiel. Bensheim ist seit dem Aufstieg 2017 in der Liga angekommen – und für eine Überraschung gut. Herbert Müller schätzt Heike Ahlgrimm, die das HSG-Team formt und entwickelt, aber angesichts eines Umbruchs zur Geduld mahnte. Besonderes Augenmerk richtet der THC auf Julia Maidhof. Die beste Werferin der HSG traf bis gestern 61-mal – ebenso oft wie zuvor THC-Kapitänin Iveta Koresova. Gewinnen konnte Bensheim gegen den THC noch nicht. Zeigen sich Bölk und Co. in Wurflaune wie gestern nach der Pause, ist die Chance groß, dass das am Sonntag so bleibt.

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