Nach 16 Jahren in Ungarn

Trotz Sprachproblemen: Matthäus genießt Leben in Budapest

Fühlt sich in Budapest wohl: Lothar Matthäus.

Fühlt sich in Budapest wohl: Lothar Matthäus.

Foto: dpa

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Augsburg. Mit der ungarischen Sprache tut sich Lothar Matthäus schwer, obwohl er schon lange in Budapest lebt. "Ich bin jetzt 16 Jahre da und eigentlich müsste ich mich schämen, weil ich keine 20 Wörter spreche", sagte der Rekordnationalspieler im Interview der "Augsburger Allgemeinen".

Sein fünfjähriger Sohn, der in der Donau-Metropole in einen deutschen Kindergarten gehe, spreche besser Ungarisch als er, sagte Matthäus. Übernächste Woche will der Fußball-Weltmeister von 1990 seinen Sohn zum ersten Mal mit ins Münchner Stadion nehmen. "Das sind Momente, die du als Vater gerne erlebst. Das war mir zu meiner aktiven Zeit nicht gegönnt."

"In Ungarn kann ich ein Leben führen, wie es 99,9 Prozent der Leute in Deutschland machen", sagte der 58-Jährige. "Da schaut keiner, ob ich jetzt zwei oder drei Bier trinke", betonte Matthäus. In Deutschland fühle er sich dagegen ständig beobachtet. In Ungarn ließen ihn die Leute in Ruhe, selbst wenn sie ihn erkennen.

"Der Bekanntheitsgrad ist da, weil ich mal Nationaltrainer war, aber die Leute interessieren sich nicht so stark für mein Privatleben, sondern nehmen mich im Restaurant war wie jeden anderen Gast." Von 2004 bis 2005 arbeitete der Franke als ungarischer Auswahlcoach.

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