VfB Apolda ist gewappnet

Apolda.  Am Wochenende startet die Kreisoberliga in die Rückrunde. Beim VfB Apolda fühlt man sich gewappnet.

Für die Apoldaer Kreisoberliga-Kicker um Lucas Zeitz (Mitte) geht es am Wochenende nach Oberweißbach.

Für die Apoldaer Kreisoberliga-Kicker um Lucas Zeitz (Mitte) geht es am Wochenende nach Oberweißbach.

Foto: Jürgen Scheere

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Dieser vermaledeite Fasching. Nein, der kommt aus Sicht eines Fußballtrainers wohl nie zur rechten Zeit. Sorge, dass seine Schützlinge über die Stränge schlügen, sich kostümiert lieber auf Kamellenfang als auf Punktejagd begäben, die habe er zwar nicht. „Aber einige meiner Jungs sind in den Faschingsvereinen aktiv, helfen dort bei der Organisation“, sagt Gordon Sierig, der Trainer des Fußball-Kreisoberligisten VfB Apolda. Und nun, pünktlich zum Auftakt der Frühjahrsrunde, geht’s auch noch mit dem Karneval los. Doch zwischen Helau und Alaaf müssen eben Spiele gewonnen werden. Am liebsten schon an diesem Wochenende in Oberweißbach.

„Da haben wir noch eine kleine Rechnung offen“, sagt Sierig. Dieser erste Spieltag im vorigen August grämt den Apoldaer Übungsleiter noch immer. Es war seine Punktspielpremiere als Cheftrainer des VfB. „Und wir haben kläglich verloren.“ Nun, 0:1 – das klingt weniger nach desolatem Auftritt; und doch: „Vielleicht haben wir die Oberweißbacher damals auch etwas unterschätzt. Das passiert uns nicht wieder“, sagt Sierig. Freilich sei man Tabellenzweiter, natürlich habe man entsprechende Ansprüche. „Trotzdem ist alles zwischen Platz eins und zehn eng beieinander“, sagt Sierig. Man müsse auf der Hut sein. Dass seine Schützlinge – vom Fasching mal abgesehen – womöglich schon die vom heutigen Stand übernächste Partie gegen den Spitzenreiter Gehren im Sinn haben, bevor Oberweißbach, Tabellenzehnter, bespielt wurde, daran glaube er nicht. Es gebe eine klare Marschroute intern, man denke von Spiel zu Spiel. „Deshalb ist unser Ziel auch Spiel für Spiel zu gewinnen“, sagt Sierig. Was er meint: „Es gibt keine Zielvereinbarung, wo wir am Ende der Saison stehen wollen“, erklärt er. Gewänne man aber jedes Spiel, so viel ist klar, dann würde man automatisch Meister.

Ein Selbstläufer wird das nicht, Rückschläge sind programmiert. Das weiß auch Gordon Sierig. Deshalb fuhr er mit seinen Jungs ins Trainingslager nach Bad Blankenburg. „Leider konnte einige derer, die ich gern dabei gehabt hätte, aus beruflichen Gründen nicht mitfahren“, sagt er. Trotzdem sei der Ausflug in die Landessportschule ein Erfolg gewesen. An der Schnellkraft habe man gearbeitet, an Feinheiten gefeilt, Passwege einstudiert und verfestigt – und auch etwas für den Teamgeist getan. Die Visite auf der Bowlingbahn habe zu einem durchaus spaßbetonten Samstagabend geführt, erzählt der Trainer.

Bereits am Freitag reiste man an, trainierte am Nachmittag, um gleich am Abend gegen den FC Union Erfurt ein Testspiel zu bestreiten. Als „positiv“ apostrophierte Sierig die Darbietung seiner Mannschaft beim 5:2 gegen das Team aus der Blumenstadt. Am Samstag folgten zwei weitere Einheiten, dann der benannte Abend in geselliger Runde. Am Sonntagvormittag wurde ein weiteres Mal geübt, ehe es zurück in die Heimat ging. Und dort durften der eine oder andere, dem Spielpraxis gut tat, noch mit der Reserve gegen den SV Wöllmisse ran. Mit 5:1 siegte Apolda II – und Sierig war mit den Leistungen seiner Leihgaben ebenso zufrieden.

Nun steht also die letzte Trainingswoche vor dem Start an. Standardsituationen werden ein Hauptaugenmerk sein, ehe es am Samstag ab 14 Uhr in Oberweißbach ernst wird. Ein Spiel, das durchaus wegweisend sein dürfte für die Glockenstädter. Sierig ist jedenfalls überzeugt, dass die Rückrunde ein Erfolg wird. Seine Jungs hätten in der Vorbereitung prima mitgezogen, niemand habe sich gehen lassen. Überdies könne er personell aus dem Vollen schöpfen, da es keine Verletzten gebe. Wofür das alles am Ende reicht? Nein, auch dieses Mal lässt sich Sierig nicht aus der Reserve locken – das Wort mit ‘A’, der Aufstieg will er nicht über die Lippen lassen. Und doch ist klar: Der VfB Apolda, er fühlt sich gewappnet.

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