Volle Begeisterung bei den Kleinen

Bottendorf  Von sechs bis zwölf Jahren waren jede Menge Fußballbegeisterte bei der Klaus-Fischer-Fußballschule dabei. Autogramme durften nicht fehlen

Nach dem Trainingslager gab es für alle Teilnehmer Urkunden, Medaillen und jede Menge Fachkompetenz.

Foto: Verein

Als dem SV Blau-Weiß Bottendorf im Oktober des vergangenen Jahres das Angebot gemacht wurde, auf seinem Sportgelände, dem „Sportpark Oskar Wüste“ eine Fußballschule durchzuführen, hatte man beim Vereinsvorstand sofort ein offenes Ohr. Nach Konkretisierung des Angebots und einer gemeinsamen Abstimmung der Aufgaben beider Seiten, wurde mittels einer Vereinbarung zwischen dem Verein und der Fußballschule die kürzliche Durchführung besiegelt. Das Ziel des Vorhabens war klar – allen interessierten Mädchen und Jungen aufzuzeigen, welchen Spaß und welche Freude das Fußballspielen bereiten kann und dies bei intensiven, ja professionellem Training mit je zwei Trainingseinheiten zu je zwei Stunden am Tag. Gefördert wurde auch der Gemeinschaftssinn und das Mannschaftsdenken. Das Training nach einem von Ex-Nationalspieler und FC Schalke-04-Legende Klaus Fischer entwickeltem Konzept, soll für die teilnehmenden Mädchen und Jungen ein Grundbaustein und eine Unterstützung ihres bisherigen Trainings im Verein bilden. Ein Mädchen und 21 Jungen im Alter von 6 bis 12 Jahren hatten sich angemeldet und sie hatten von der ersten bis zur letzten Trainingseinheit Spaß und viel Freude beim Training und so schätzten es die Trainer Stephan Brandt, Joachim „Akki“ Heller und natürlich Klaus Fischer, sowie der Leiter der Klaus Fischer Fußballschule, Jürgen Wilhelm, zum Abschluss ein. Klaus Fischer, der seinem großen Bekanntheitsgrad nicht nur als Torjäger beim FC Schalke 04 und der deutschen Nationalmannschaft in den 70-er Jahren erreichte, sondern auch durch sein legendäres Tor per Fallrückzieher in dem Länderspiel gegen die Schweiz am 16. November 1977, leitete die vier Trainingseinheiten der ersten beiden Tage. Dabei lockte er auch so manchen Fan nach Bottendorf und musste zahlreiche Autogramme schreiben. Die Teilnehmer der Fußballschule sind stolz darauf, von ihm den einen oder anderen Trick für ihr zukünftiges Training im Verein mitgenommen zu haben. Intensiv trainiert wurde das Dribbling, Passspiel, sowie das Toreschießen.

Einziges Mädchen gewinnt Zielschießen

Außerdem wurde sehr viel Wert auf das selbstständige Erkennen von Fehlern und der Bewertung von Spielhandlungen gelegt. Eine Spielsituation vereisen heißt, der Trainer hält mit einem Pfiff das Spiel an, die Spieler bleiben sofort stehen und die zuvor gelaufene Spielhandlung, z.B. ein Pass, eine Abwehrhandlung oder ein Fehlabspiel werden bewertet und analysiert. Damit lernen die Nachwuchsspieler ein Spiel zu lesen und als Mannschaft erfolgreiche Spielhandlungen einzustudieren und anwenden zu können. Dies verlangt schon Einiges von den jungen Spielern, doch auch daran hatten sie sichtlich Spaß, vor allem, wenn sich der Erfolg einstellte. Den Abschluss bildete zur letzten Trainingseinheit ein kleines Turnier. Dazu wurden durch die Teilnehmer drei Mannschaften gebildet. Am Ende stand das Team „Manchester City“ als Sieger fest.

Im Laufe der Trainingstage wurden zudem die Elfmeterkönige ermittelt, bei den Jüngeren siegte Lasse Jordanland aus Gehofen, bei den Älteren Clemens Broda aus Bottendorf. Das Zielschießen gewann bei den Jüngeren das einzige Mädchen unter den Teilnehmern Rosa Reising aus Artern und bei den Älteren Leon Schmidt aus Schönewerda. Jeder Teilnehmer hatte gleich zu Beginn der Fußballschule einen Trikotsatz erhalten. Am Ende gab es für die drei Erstplatzierten in den Einzelwettbewerben Medaillen und für jeden einen Pokal. Die Siegermannschaft des Turniers in Goldoptik, alle anderen in Silberoptik und eine Teilnehmerurkunde mit Einzel- und Gruppenfoto. Für das reibungslose Rundum an allen Tagen sorgte das Team des Vereinsvorstandes, Marko Broda und Sebastian Heinrich hatten ihre Jungs angemeldet und waren als Ansprechpartner täglich vor Ort.

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