Erstligist Schwarz-Weiß Erfurt rechnet sich gegen Münster Chancen aus

Erfurt.  Volleyball-Erstligist Schwarz-Weiß Erfurt muss sich in den Grundelementen Annahme und Aufschlag verbessern, um im Kellerduell zu punkten. Madelyn Cole fällt aus.

Meghan Barthel obliegt am Samstag die Aufgabe, das Erfurter Spiel zu variieren.

Meghan Barthel obliegt am Samstag die Aufgabe, das Erfurter Spiel zu variieren.

Foto: Sascha Fromm

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Neun Spiele, acht verloren, zwei Punkte, zuletzt ein 0:3 bei Suhl. Mit etwas Abstand möchte Trainer Dirk Sauermann die glatte Niederlage jedoch erst recht nicht als schweren Schlag betrachten. Das Analysieren der Statistiken, der einzelnen Elemente und Videosequenzen hat die Meinung bestärkt, trotz 0:3 keinesfalls untergegangen zu sein. In den Angriffswerten sei sein Team nicht so weit weg gewesen von Suhl, sagt er. „Wenn wir uns in Annahme und Aufschlag fünf, sechs Prozent verbessern, lassen sich auch die nachfolgenden Elemente auf ein anderes Level bringen“, ist der Coach überzeugt. Er hat die Woche versucht, stärker an der Arbeit in den grundlegenden Elementen anzusetzen.

Defizite in Annahme und Aufschlag sind für den Erfurter Co­ach nicht neu und kein Grund, schwarz zu sehen. Vielmehr versucht er, Lehren aus Misserfolgen zu ziehen und die in Motivation für die nächsten Aufgaben umzuwandeln. Das ist umso mehr vonnöten, wenn es wie am Samstag gegen Münster geht.

Schwierige Saison für beide Vereine

Letzter gegen Vorletzter. Erfurt und den USC Münster verbindet ei­ne schwierige Saison, was sich beim Gast Ende Oktober in der Trennung von Cheftrainer Teun Buijs niederschlug. Nach dessen dann in Babypause gegangenen Nachfolgerin Lisa Thomsen führt Ralph Bergmann als Sportlicher Leiter das Team, das nach Wegen aus der unerwarteten sportlichen Krise sucht. Mit dem Rückenwind des 3:1 gegen Aachen will es in der Riethhalle anknüpfen.

Dass Münster, fünfmaliger deutscher Meister in der 1990er- und 2000er-Jahren, mit anderen Ambitionen in die Saison gestartet ist, lässt Parallelen mit den Erfurterinnen blasser erscheinen. Was aber nicht bedeutet, dass sich diese weniger ausrechneten. „Ich hoffe, dass wir die Nervenstärke und den Siegeswillen haben, das Spiel für uns zu entscheiden“, sagt Sauermann.

Meghan Barthel gesetzt

Begleitet sind Erfurts Hoffnungen, mit einem Erfolgserlebnis ins Weihnachtsfest zu gehen, indes von einer Hiobsbotschaft. Nachdem sie im Training umgeknickt war, fällt Madelyn Cole aus. Ihren Schwarz-Weißen fehlt so eine wichtige Option an der Regie. Das Spiel zu steuern liegt so allein auf Meghan Barthel. „Aber wir trauen ihr das zu“, sagt Sauermann und erinnert an das 3:2 gegen Wiesbaden. Beim einzigen Sieg spielte die 20-Jährige zu.

  • Schwarz-Weiß Erfurt - USC Münster, Samstag, 18 Uhr, Riethhalle Erfurt

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