Warum Mike Brümmer als Trainer in Pforten aufhört

Gera.  Mike Brümmer will bei Fußball-Kreisoberligist SG Gera-Pforten weiter im Hintergrund arbeiten. Für andere Vereine steht er nicht zur Verfügung.

Der 51-jährige Mike Brümmer beendet nach siebeneinhalb Jahren seine Trainertätigkeit bei der SG Gera-Pforten.

Der 51-jährige Mike Brümmer beendet nach siebeneinhalb Jahren seine Trainertätigkeit bei der SG Gera-Pforten.

Foto: Jens Lohse

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Eine Nachricht aus der Fußball-Kreisoberliga kurz vor Weihnachten überraschte.

Mike Brümmer hat das Trainer-Amt bei der SG Gera-Pforten abgegeben. Siebeneinhalb Jahre hatte der 51-Jährige die Männer aus dem Erdbeerstadion betreut, den Verein aus der Bedeutungslosigkeit des städtischen Fußballs in die Kreisoberliga geführt.

Doch jetzt ist Schluss. „Die Arbeitsbelastung ist hoch. Mein Wecker klingelt in der Woche jeden Tag um halb Eins. Dadurch geht über die Jahre der Elan verloren. Außerdem wollte ich mehr Freizeit, mehr Zeit für die Familie haben“, erklärt Mike Brümmer seine Entscheidung, die ihm mit Sicherheit nicht leicht gefallen ist. Er hat den Pfortener Verein in den vielen Jahren geprägt, wird deshalb auch seine Vorstandsarbeit fortführen. „Nicht sportlich auch organisatorisch haben wir viel bewegt in letzter Zeit. Wir haben den Bewässerungsbrunnen im Erdbeerstadion angeschoben, das Mitternachtsturnier zwischen Weihnachten und Silvester im Sportkalender der Stadt etabliert. Auch das Pfortener Sommerfest ist mittlerweile eines der größten in Gera“, weiß der Fußball-Fachmann, der seit 1987 ununterbrochen Funktionen im Ehrenamt bekleidet. „Nur zwei Jahre war ich in dieser Zeit einmal nicht für eine Mannschaft verantwortlich“, sagt er.

Als Trainer tätig war er für den TSV 1880 Zwötzen, für die Geraer Dynamos, den 1. FC Gera 03 und für den SV 1876 Gera-Pforten, der nun in einer Spielgemeinschaft mit dem Lusaner SC 1980 agiert. „Ich werde weiter im Hintergrund arbeiten, mich um neue Spieler kümmern“, erklärte Mike Brümmer, der den Staffelstab im Erdbeerstadion an Stefan Zimmermann weitergibt. „Er hat mich schon in der Hinrunde unterstützt, das Training übernommen, wenn ich einmal nicht konnte. Ihm traue ich das Amt zu und hoffe auf eine bessere Trainingsbeteiligung der Spieler. Denn wenn man als Trainer den ganzen Tag gearbeitet hat und dann am Abend fünf, sechs Kicker zum Training begrüßt, dann fragt man sich irgendwann, wofür man das macht“, so der Ex-Trainer.

Nächste Woche steigen die Pfortener in die Wintervorbereitung ein. Platz elf nach der Hinrunde ist kein Grund zum Ausruhen. Testspiele gibt es gegen den SSV 1938 Großenstein (2. Februar), die SG Silbitz/Crossen (8. Februar) und OTG 1902 Gera (15. Februar), ehe am 23. Februar der Höhepunkt gegen Landesklassist Motor Zeulenroda ansteht.

In Zukunft wird Mike Brümmer die freie Zeit mehr für die Familie nutzen, hat sich schon ein Vierer-Ticketpaket für die Heimspiele von Bundesligist RB Leipzig besorgt. „Auch das Spiel gegen Borussia Dortmund am vorletzten Spieltag ist dabei. Darauf freue ich mich schon“, blickt Mike Brümmer voraus, der eines auf jeden Fall ausschließen kann: „Für andere Vereine stehe ich nicht zur Verfügung. Da braucht mich niemand anzurufen. Da müsste schon Bayern München kommen. Und das wird so schnell nicht passieren.“

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