Weidaer Feuerwerk von Anbeginn

Gera .  Thüringenligist FC Thringen Weida siegt bei Westvororte mit 4:1. Kapitän Christian Gerold an drei Treffern beteiligt.

Weidas Routinier Christian Gerold (2.v.l.) lässt sich nach seinem Treffer zum 4:0 bei Aufsteiger Westvororte von seinen Teamkollegen feiern.

Weidas Routinier Christian Gerold (2.v.l.) lässt sich nach seinem Treffer zum 4:0 bei Aufsteiger Westvororte von seinen Teamkollegen feiern.

Foto: Jens Lohse

„Heute hat die Mannschaft gesehen, was sie in der Rückrunde erwartet. Nach dem Spiel heute mache ich mir meine Gedanken. Wir haben nie in die Partie gefunden, waren nicht konkurrenzfähig. Vor allem in der Abwehr waren wir zu schludrig“, haderte Westvororte-Trainer Mike Baumann nach der 1:4-Heimniederlage vor 130 Zuschauern in der Saarbach-Arena gegen den Tabellenvorletzten aus Weida.

Schmerzlich vermisste wurden bei den Hausherren die Angreifer Marcus Schneider und Philipp Rehnelt. Verdient hatten sich die Osterburgstädter in der Saarbach-Arena auf dem tiefen Untergrund durchgesetzt, weshalb Interimstrainer Hendrik Penzel nach dem Abpfiff zurecht stolz auf seine Mannschaft war. „Wir wollten von der ersten Minute an ein Feuerwerk abbrennen, den jungen Gegner mit unserer aggressiven Spielweise beeindrucken. Die schnelle Führung hat uns gut getan. Wir haben stets zum richtigen Zeitpunkt getroffen, so dass man die 45 Minuten in Unterzahl gar nicht richtig gemerkt hat. Heute ist jeder im Team für den anderen gelaufen“, so der Weidaer Coach.

Mann des Tages auf dem Platz war Gäste-Kapitän Christian Gerold. Der 35-jährige Routinier hatte seine Knieprobleme überwunden. „Nach den letzten beiden klaren Niederlagen gegen Bad Langensalza und Fahner Höhe mit zusammen zehn Gegentoren waren wir uns der Bedeutung des heutigen Spiels bewusst und haben von der ersten Minute an alles gegeben“, so Gerold, der vor dem 0:1 den Ball im Mittelfeld gegen Tom Eichberger eroberte. Tim Urbans anschließende Flanke köpfte Nick Pohland ein (6.). Die Weidaer wuschen scharf nach. Im Laufduell von der Mittellinie war Tim Urban schneller als sein Gegenspieler und erhöhte - 0:2 (11.). Nach 19 Treffern in der Vorsaison war das der Premierentreffer des 20-Jährigen, dem in dieser Spielzeit bisher das Pech an den Schuhen klebte.

Viele hatten mit ihm gar nicht in der Startelf gerechnet, nachdem er in der Vorwoche nach der 1:4-Pleite gegen Fahner Höhe auf dem Facebook-Siegerbild des Kontrahenten inmitten jubelnder Dachwiger Kicker aufgetaucht war. „Wir haben mit ihm lange gesprochen und gesagt, dass er nicht gesperrt wird, sondern sich auf Platz für die Mannschaft zerreißen soll. Das hat er heute getan“, freute sich Hendrik Penzel über die richtige Entscheidung der sportlichen Leitung.

Als kurz vor der Pause Weidas Marc Zausch mit Gelb-Rot vom Platz musste (45.), schienen den Osterburgstädtern heiße zweite 45 Minuten bevorzustehen. Doch es kam anders. Referee Marko Linß (Neustadt bei Coburg) bewertete eine Attacke von Momodou Sanneh gegen Christian Gerold im Strafraum als Elfmeter, den der Routinier sicher verwandelte - 0:3 (57.). Nach Vorarbeit von Domenic Knoll und David Oxenfart stand Gerold wenig später nochmals goldrichtig und erhöhte weiter (69.). Zuvor hatte Nick Pohland noch die Lattenunterkante getroffen (68.).

Westvororte gab sich nicht auf. Mehr als der 1:4-Ehrentreffer gelang aber nicht mehr, als Tom Eichelberger nach einem missglückten Sippel-Schuss Weidas Torwart Christoph Haase noch umkurvte und einschob (80.).

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