Zukunftskonzept für Wismut Gera vorgestellt

Gera.  Thüringenligist Wismut Gera stellt sein Zukunftskonzept vor. 2021 will der Verein wieder in der Oberliga angekommen sein

Wismut Gera hat sein Zukunftskonzept „Initiative 2021 - Zusammen nach oben" vorgestellt. Der finanziell nach wie vor klamme Verein will im 70. Jahr seines Bestehens wieder in der NOFV-Oberliga kicken.

Wismut Gera hat sein Zukunftskonzept „Initiative 2021 - Zusammen nach oben" vorgestellt. Der finanziell nach wie vor klamme Verein will im 70. Jahr seines Bestehens wieder in der NOFV-Oberliga kicken.

Foto: Jens Lohse

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Der Traditionsverein BSG Wismut Gera will sich nicht lange in der Thüringenliga aufhalten. Mit dem Zukunftskonzept „Initiative 2021 - Zusammen nach oben“ haben die Orange-Schwarzen ein Programm entwickelt, das im Jahr des 70-jährigen Bestehens des Vereins zur dauerhaften Rückkehr in die Oberliga führen soll. Problem dabei sind aber die klammen finanziellen Mittel der Kicker aus dem Stadion am Steg, die im letzten Sommer dazu führten, sich freiwillig aus der fünfthöchsten DFB-Spielklasse zurückzuziehen.

Entworfen wurde das Arbeitspapier von Vorstand und Aufsichtsrat der BSG Wismut Gera im Zusammenwirken mit der Fanszene. „Unser Ziel ist es, die Fehler der Vergangenheit zu beseitigen. Nur so kann der Verein die Herausforderungen der Zukunft meistern und wieder höherklassigen Fußball in Gera anbieten“, sagt Wismut-Präsident Frank Neuhaus.

Erster wichtiger Bestandteil des Zukunftskonzepts ist ein Traumspiel, das am 27. März 2020 allerdings nur virtuell angepfiffen wird. Fans und Unterstützer können dafür ab dem 2. Dezember Eintrittskarten für 51 Euro erwerben. „Je mehr Traumtickets verkauft werden, desto leichter hat es der Verein, seine sportlichen Ziele in Angriff zu nehmen“, so Frank Neuhaus. Für Unternehmen biete sich zudem die Möglichkeiten, imaginäre Werbebanden zu kaufen, Spielball-, Premium-, Ärmel- oder Trikotsponspor zu werden.

Testspiele gegen einstige Gegner will der Verein in Zukunft verstärkt in Angriff nehmen. Kontakte gibt es bereits zu Kali Werra Tiefenort, zum BFC Dynamo, zu Chemie Böhlen und dem 1. FC Zeitz. Europaleague-Teams wie Herakles Almelo aus Holland oder Viktoria Plzen aus der tschechischen Partnerstadt Geras will man für 2021 gewinnen.

Zum Konzept gehören auch eine lebenslange Vereinsmitgliedschaft für 1951 Euro und der Löwenclub 51, ein Sponsorenpool der Wismut-Unterstützer, der am 5. Dezember bei einem Sponsorenabend ins Leben gerufen werden soll. „Mit der Initiative 2021 wollen wir im Geraer Fußball einen Hau-Ruck-Effekt erzeugen und alle Mitstreiter ins Boot holen. Viel Zuspruch erhoffe ich mir dabei auch von außerhalb Geras von einstigen Wismut-Anhängern, die überall in Deutschland und der Welt verteilt sind“, hofft Frank Neuhaus.

In der Fanszene freut man sich über das Papier. „Endlich passiert einmal etwas. Seit dem Pokalfinale 2018 in Erfurt gegen Carl Zeiss Jena hat sich nicht mehr viel getan. Jetzt geht es wieder voran. Allerdings hätte ich mir eine solche Aktion schon viel eher gewünscht“, sagt Christian Speer, der allerdings skeptisch ist, dass das generierte Geld reichen wird, um dauerhaft finanziell die NOFV-Oberliga abzusichern.

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