360 Mio. Euro teurer Jagdbergtunnel bei Jena öffnet für Besucher

Großveranstaltung am 23. August geplant. Termin für Verkehrsfreigabe steht noch nicht fest.

Der neugebaute Jagdbergtunnel nimmt pro Röhre drei Fahrspuren auf. Foto: Tino Zippel

Der neugebaute Jagdbergtunnel nimmt pro Röhre drei Fahrspuren auf. Foto: Tino Zippel

Foto: zgt

Jena. Wann der Jagdbergtunnel bei Jena für den Verkehr frei­gegeben wird, steht noch nicht fest. Dennoch hat das Verkehrs­ministerium einen besonderen Termin bekanntgegeben. Am Samstag, 23. August, dürfen alle Interessierten das Bauwerk erkunden.

"Der Jagdbergtunnel auf der A4 zählt zu den herausragendsten Bauwerken in Deutschland", sagt Verkehrsminister Christian Carius (CDU) und vermutet ein großes Interesse der Bürger. " Ich bin sicher, dass der Publikums­andrang groß sein wird." Gemeinsam mit der Planungsgesellschaft Deges tritt sein Ministerium als Veranstalter auf. Unter anderem werde es die Möglichkeit geben, durch den Tunnel zu laufen und an Führungen teilzunehmen.

Wann die Verkehrsfreigabe erfolgt, wusste Ministeriumssprecher Fried Dahmen noch nicht zu sagen. Er verwies auf die Deges, deren Presseabteilung allerdings gestern nicht zu erreichen war. Das Thüringer Ministerium geht davon aus, dass im Herbst die Autos rollen. Zuletzt war Spätsommer 2014 genannt worden - nach mehreren Verschiebungen wegen unerwarteter Bauverzögerungen infolge von Wassereinbrüchen. Demnächst soll der dreimonatige Probebetrieb anlaufen.

Die Kosten für das 3,1 Kilometer lange Bauwerk inklusive des anschließenden Autobahn­abschnittes beziffert das Thüringer Ministerium auf 360"Millionen Euro. Die neue Strecke von Jena-Göschwitz bis Magdala soll das Nadelöhr Leutratal umfahren und die dortigen Orchideenlandschaft schützen.

Im Tunnel, in dem Tempo 80 erlaubt wird, arbeitet ständig Technik zur Abstands- und Geschwindigkeitskontrolle.

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