Berlin. Soll man die Steuererklärung selbst machen oder besser einen Steuerberater zu Hilfe ziehen? Ab wann sich das lohnt, erklärt Steuerfabi.

Die Steuererklärung steht an, aber eigentlich weiß man gar nicht so recht, was dabei zu tun ist. Zum Glückt gibt es Profis, die helfen können: Steuerberater. Aber ab wann lohnt es sich eigentlich, einen Steuerberater zu Hilfe zu ziehen?

Ob man einen Steuerberater braucht oder nicht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt zum einen darauf an, wie komplex die eigene Steuererklärung ist. Die andere Frage ist, ob man Lust hat, sich selbst darum zu kümmern. Meiner Meinung nach braucht man allerdings eher keinen Steuerberater, wenn man Angestellter mit einer einfachen Steuererklärung ist und außerhalb seines festen Jobs keine weiteren Einkünfte hat. Meine Empfehlung: Man kann die Steuererklärung entweder über das offizielle kostenlose Elster-Portal online machen oder mit verschiedenen kostenpflichtigen Softwares oder Steuer-Apps.

Weitere Tipps von Steuerfabi:

Die Steuer-Apps kosten zwar etwas, man spart sich dadurch aber auch Zeit – und Nerven. Die meisten sind nämlich sehr übersichtlich gestaltet. Außerdem erinnern sie, im Gegensatz zu Elster, aktiver, ob man noch spezielle Sachen eintragen kann. Am Ende kann das bares Geld bringen.

Fabian Walter, besser bekannt als Steuerfabi, und sein Markenzeichen: die Espressotasse.
Fabian Walter, besser bekannt als Steuerfabi, und sein Markenzeichen: die Espressotasse. © Steuerversum | Steuerversum

Steuer selbst machen? Dann ist ein Steuerberater sinnvoll

Anders sieht es aus, wenn man ein Gewerbe betreibt oder Immobilien besitzt. Da ist es schon aufwendiger, die Steuererklärung zu erstellen. Und es gibt auch mehr zu beachten. Insbesondere, wenn man eine Kapitalgesellschaft, zum Beispiel eine GmbH, hat oder mehrere Immobilien vermietet. Dann sollte man einen Steuerberater hinzuziehen, ist mein Rat.

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Dabei geht es nicht nur darum, die richtigen Formulare korrekt auszufüllen und beim Finanzamt abzugeben. Sondern der Steuerberater hilft auch schon im Vorfeld, steuerlich und unternehmerisch richtig und vorausschauend zu planen. Denn manche Entscheidungen kann man steuerlich nicht rückgängig machen. Und gerade, wenn die Einkünfte höher werden und aus mehreren Quellen kommen, schadet eine Beratung auf keinen Fall.

Übrigens: Wer sich die Unterstützung von einem Steuerberater holt, der darf seine Steuererklärung später abgeben. 2024 muss man seine Steuererklärung eigentlich bis spätestens 2. September abgeben – wenn man auf einen Profi verzichtet. Mit Steuerberater kann man die Steuererklärung aus 2023 noch bis zum 31. Mai 2025 abgeben. Da dieser Tag aber auf ein Wochenende fällt, ist die Abgabe über den Steuerberater bis zum 2. Juni 2025 möglich.

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