Die E-Scooter kehren nach Erfurt zurück

Erfurt.  Voi hat nur ein halbes Jahr durchgehalten. Jetzt versucht es Bird. Überall abstellen kann man die Roller aber nicht.

E-Scooter des Anbieters Bird kommen nach Erfurt.

E-Scooter des Anbieters Bird kommen nach Erfurt.

Foto: Magdalena Tröndle / dpa

In Erfurt können bald wieder E-Scooter ausgeliehen werden. Der amerikanische Anbieter Bird werde voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte seinen Betrieb aufnehmen, bestätigt die Stadtverwaltung. Neue Regeln treten dabei in Kraft.

Bird plane den Auftakt mit einer Flotte von zunächst 200 Elektrorollern, heißt es. Sie sollen auf das gesamte Kernstadtgebiet verteilt werden.

Der schwedische Anbieter Voi hatte sich im Dezember nach nur einem halben Jahr zurückgezogen und auch seine Logistikhalle in Gispersleben wieder geschlossen. Zuvor hatten vor allem falsch abgestellte Roller immer wieder auch für Kritik gesorgt.

Konkrete Regeln mit dem Anbieter vereinbart

Nach Angaben der Stadt wurden mit dem neuen Anbieter konkrete Regeln für das Fahren und Parken der Elektroflitzer aufgestellt. So seien besonders schützenswerte und sensible Bereiche der Erfurter Innenstadt zu „Abstellverbotszonen“ erklärt worden, in denen das Parken über ein digitales Verfahren unterbunden wird. Diese Zonen können noch ausgeweitet werden. Absprachen gebe es zudem zur Größe der Fahrzeugflotte.

Vor der ersten Fahrt müssen die Nutzer eine App herunterladen und ein Training absolvieren. Gefahren werden darf nur auf Flächen des Radverkehrs oder auf der Fahrbahn. Gehwege, auf denen auch Radfahren nicht erlaubt ist, sind für Roller weiterhin tabu.

Das 2017 in Santa Monica (Kalifornien) gegründete Unternehmen Bird versteht sich als weltweit führender Anbieter elektrischer Leih-Roller und ist in mehr als 100 Städten in 25 Ländern aktiv.