Fresenius plant Fusion der Krankenhäuser im Kreis Gotha

Der Medizin-Konzern Fresenius will die privaten Klinikkonzerne Helios und Rhön zu einem Unternehmen zusammenführen. Dazu will der Medizin-Konzern Fresenius den Aktionären der Rhön Klinikum AG ein Angebot für den Kauf der Aktien unterbreiten. Das teilte am Donnerstag Helios-Konzern-Sprecherin Constanze von der Schulenburg mit.

Die Klinikkonzerne Helios und Rhön sollen zu einem Unternehmen zusammengeführt werden. Foto: dapd

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Gotha. Von einem milliardenschweren Angebot ist hierbei die Rede. Eine Klinik-Fusion würde beide Krankenhäuser im Kreis Gotha betreffen, das in Gotha gehört zum Helios-Konzern und das Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda zu Rhön. Welche Auswirkungen ein möglicher Klinikverbund für beide Einrichtungen haben werde, das lasse sich noch nicht absehen, so Helios-Sprecherin Constanze von der Schulenburg. "Wir müssen erst die Kartellfreigabe abwarten." Von Zusammenlegung könne noch nicht die Rede seine. In beiden Krankenhäusern halten sich die Führungsetagen erst einmal bedeckt.

Rhön-Konzern Sprecher Hans-Jürgen Heck verweist darauf, dass "im Moment kein Angebot vorliegt". An der Helios-Klinik Gotha sind Landkreis und Stadt Ohrdruf Mitgesellschafter. Landrat Konrad Gießmann (CDU) sagt, dass er am Donnerstag von der Absicht erfahren habe, die Klinikengruppen Helios und Rhön künftig zu einem Unternehmen zusammenzuführen. "Ob und inwieweit das Auswirkungen auf unsere Region haben wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Aufgrund des modernen Standards beider Krankenhäuser bin ich allerdings zuversichtlich, dass deren Zukunft auch in einem größeren Klinikenverband gesichert ist", erklärt er. Durch den Zusammenschluss von Helios und Rhön könnte laut Fresenius-Plänen in Deutschland ein nahezu flächendeckender Klinikbetreiber mit mehr als 120 Kliniken entstehen, mit vollständigem medizinischen Leistungsspektrum.

Die Kliniken sollen in weniger als einer Stunde von der Bevölkerung erreichbar sein. Helios und Rhön gehören zu den führenden privaten Klinikbetreibern in Deutschland. Rhön erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 161 Millionen Euro. Zu Rhön gehören 53 Kliniken mit rund 16.000 Betten sowie 39 medizinische Versorgungszentren. Die Helios-Gruppe umfasst 75 Kliniken, darunter sind 51 Akutkrankenhäuser mit sechs Maximalversorgern sowie 24 Reha-Kliniken. Darüber hinaus hat die Helios-Gruppe 31 Medizinische Versorgungszentren, fünf Reha- und zwölf Pflegeeinrichtungen.

Helios Kliniken GmbH will die Rhön Klinikum AG übernehmen

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