Labortechnikausrüster aus Nordhausen ist auf Wachstumskurs

Nordhausen  Mitarbeiterzahl stieg bei AHN Biotechnologie Nordhausen seit der Gründung vor 20 Jahren auf 51. Eine Erweiterung ist geplant.

Torsten Buchwald fing 2007 als Mitarbeiter an, seit 2014 ist er Geschäftsführer bei AHN.

Foto: K. Müller

Rund 6,8 Millionen Euro Umsatz im vorigen Jahr, dieses Jahr sollen es neun Millionen Euro sein: AHN Biotechnologie Nordhausen bleibt auch 20 Jahre nach der Gründung auf Wachstumskurs. Gestern ist die nunmehr 51-köpfige Belegschaft ob des Jubiläums in Feierlaune.

Normalerweise produzieren sie in drei Schichten Pipettenspitzen, Pipetten und Gefäße für den Einsatz in Labors: zur Umweltanalytik, für Kriminaltechniker und Mediziner. Der größte Kunde ist Analytic Jena, doch verkauft AHN seine Produkte in insgesamt 90 Länder. Der Exportanteil liege noch immer bei 60 Prozent, obwohl gerade das Inlandsgeschäft wachse, so Geschäftsführer Torsten Buchwald. Seit 2007 ist der Umweltwissenschaftler und Experte für Flächen- und Stoffrecycling Mitarbeiter bei AHN. 2014 wurde er dann Chef jenes Unternehmens, das die Kölner Angelika und Hans-Jürgen Hoffmann 1999 im Nordhäuser BIC gegründet hatten. 2012 verkauften sie es an die Harvard Biosciences. 2016 wurde das dänische Unternehmen CAPP alleiniger Gesellschafter, verlagerte seine bislang in Drittländern stationierte Produktion komplett nach Nordhausen. „Seit 2012 wurden hier rund fünf Millionen Euro investiert“, schätzt Buchwald. Besonders stolz ist er auf den seit sieben Jahren forcierten Sondermaschinenbau im Haus – der macht einen teuren Einkauf und lange Lieferzeiten überflüssig.

Weitere zwei Millionen Euro an Investitionen in die Maschinen- und Wergzeugtechnik sollen in den nächsten zwei Jahren hinzukommen. Mehr noch: Eine Erweiterung um eine neue Mietfabrik ist als fertiges Projekt in der Schublade. Ziel ist der Baustart noch in diesem Jahr.

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