Zalando verbessert Arbeitsbedingungen

Erfurt  Betriebsräte haben dem Internethändler Zalando nach Angaben von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen im Logistikzentrum Erfurt bescheinigt.

immer wieder geriet Zalando auf Grund seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik. Foto: Hannibal Hanschke

immer wieder geriet Zalando auf Grund seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik. Foto: Hannibal Hanschke

Foto: zgt

Betriebsräte haben dem Internethändler Zalando nach Angaben von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen im Logistikzen- trum Erfurt bescheinigt. Inzwischen gebe es nicht nur Arbeitnehmervertretungen, auch der Anteil der Beschäftigten mit befristeten Verträgen sinke, sagte Ramelow nach einem Gespräch mit Zalando-Betriebsräten. Mit derzeit etwa 2800 Beschäftigten sei der Internethändler ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Kritik an Arbeitsbedingungen und befristeten Verträgen gegeben. Ihr Anteil liege nach Betriebsratsangaben derzeit bei 42 Prozent, sagte Ramelow. Er sei von der Geschäftsführung auch wegen seiner Kritik am bisher fehlenden Tarifvertrag für die Zalando-Beschäftigten zu dem Betriebsbesuch eingeladen worden.

„Es sind noch nicht alle Pro­bleme gelöst.“ Aber er habe den Eindruck, Geschäftsführung und Betriebsrat stellten sich den Problemen und gingen offen damit um. Bei den Gesprächen sei es auch um Projekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen und Behinderten sowie Beschäftigungsangebote für Flüchtlinge gegangen. Auch die Organisation des Berufsverkehrs – Zalando-Beschäftigte kommen teils über weite Strecken aus Nord- oder Ostthüringen – sei ein Thema gewesen.