Wohnhaus im Unstrut-Hainich-Kreis nach Brand vorläufig nicht bewohnbar

Horsmar.  Neue Erkenntnisse zum Brand in Horsmar: Das Wohnhaus kann vorerst nicht mehr bewohnt werden. Zu groß ist der Schaden, den das Feuer angerichtet hat.

In Horsmar im Unstrut-Hainich-Kreis hat am Samstagnachmittag ein Wohnhaus gebrannt.

In Horsmar im Unstrut-Hainich-Kreis hat am Samstagnachmittag ein Wohnhaus gebrannt.

Foto: Alexander Volkmann

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Vorläufig unbewohnbar. Dieses Fazit musste Michael Hartung, der Bürgermeister und Ortsbrandmeister der Gemeinde Unstruttal, am Samstagabend ziehen. Ein Wohnhaus am Ortsrand von Horsmar hatte bei einem Brand derart großen Schaden genommen, dass die Bewohner die Nacht nicht im Haus verbringen können.

Ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei gibt am Sonntagmittag den Schaden mit 100.000 Euro an. Das Haus sei versiegelt und beschlagnahmt. Für Montag werden Spezialisten der Polizei erwartet, die den Brandort untersuchen und die Ursache ermitteln.

Rauch von der Langen Mark aus zu sehen

Gegen 15.30 Uhr hatten sie den Brand bemerkt. Schnell war der Rauchsäule auch von der mehr als einen Kilometer entfernten Bundesstraße aus, von der Langen Mark, zu sehen.

Der Brand war in einem Schuppen ausgebrochen, der ans Haus grenzt, an einer Stelle, an der viel Holz lagerte, hieß es von der Einsatzleitung. Das Feuer arbeitete sich an der Hauswand entlang ins Erdgeschoss, ins Obergeschoss und bis ins Dach hinauf. Die Feuerwehrleute mussten das Dach öffnen, dazu kam die Drehleiter aus Mühlhausen zum Einsatz. Insgesamt waren es 82 Feuerwehrmänner und -frauen aus der gesamten Gemeinde Unstruttal, aus Bickenriede und Mühlhausen, die gegen das Feuer kämpften. 800 Meter Schlauch waren zu legen, für Wasser sorgten nach Aussage von Michael Hartung drei Entnahmestellen, zwei Hydranten und die nahe Unstrut.

Nach etwa zwei Stunden rückten die Ersten wieder ab. Die Wärmebildkamera hatte gezeigt, dass der Brand bekämpft ist. Anschließend ging es darum, das Haus den Eigentümern besenrein zu übergeben. Ein Nass-Trocken-Sauger kam zum Einsatz, ehe ein abschließender Blick mit der Wärmebildkamera bestätigte, dass auch nichts mehr glimmt. Erst am Abend war der Einsatz nach rund vier Stunden abgeschlossen.

Die Mühlhäuser Berufsfeuerwehr war außerdem mit dem Katastrophenschutzfahrzeug des Landkreises nach Horsmar gekommen, kümmerte sich darum, dass alle Sauerstoffflaschen für die Feuerwehrleute neu befüllt wurden, um auch für einen nächsten Einsatz gewappnet zu sein.

Wohnhaus im Unstrut-Hainich-Kreis in Flammen

Nachbarhaus kurzzeitig evakuiert

Zwei ältere Menschen aus dem Nachbarhaus hatten ihr Zuhause ebenfalls kurzzeitig verlassen müssen. Sie kamen in einem Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes unter, konnten aber in ihr Haus zurückkehren. die Feuerwehr kühlte das Haus der Senioren vorsorglich mit Löschwasser.

„Wir haben am Freitagabend noch zusammengesessen und das Jahr bilanziert. Es war ruhig - und nun das“, sagt Ortsbürgermeister Kay Göthling (parteilos). Er lobt Größe und Einsatzbereitschaft der Unstruttaler Wehren. „Ganz klar ein Verdienst unseres ehemaligen Bürgermeisters Jürgen Gött, der viel Wert auf die Feuerwehren gelegt hat.“ Horsmars Feuerwehrleute wollen in den kommenden Monaten die gemeindeeigenen Gebäude im Dorf genauer analysieren, ebenso die neue Kläranlage. „Das aber stand schon vor dem Einsatz am Samstag fest. Wir haben viele engagierte neue Feuerwehrleute; es ist aber wichtig, dass sie sich bestens auskennen“, meint Göthling.

Für die Feuerwehr Ammern als die größte Feuerwehr der Gemeinde Unstruttal war es der 32. Einsatz des Jahres, der erste wegen eines Wohnhausbrandes.

Vor zwei Tagen sind fünf Personen, darunter ein Kind, bei einem Brand in Mühlhausen verletzt worden. In der ersten Etage eines viergeschossigen Wohnhauses war Feuer ausgebrochen, die Wohnung, in der der Brand loderte, kann vorerst nicht mehr bewohnt werden.

  • Fünf Menschen bei Wohnungsbrand in Mühlhausen verletzt

Wohnhausbrand in Mühlhausen

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