Schon über 1000 geimpfte Mitarbeiter am Universitätsklinikum Jena

Jena.  Pfleger Florian Wuckelt ist bisher der erste Geimpfte seiner Station, ist sich aber sicher, dass viele weitere Kolleginnen und Kollegen folgen werden.

Impfling 1000 ist Pflegefachkraft Florian Wuckelt, der vom Arbeitsmedizinischen Dienst bei der Impfung bestens umsorgt wurde.

Impfling 1000 ist Pflegefachkraft Florian Wuckelt, der vom Arbeitsmedizinischen Dienst bei der Impfung bestens umsorgt wurde.

Foto: UKJ

Bereits der 1000. Mitarbeiter konnte am Freitag am Uniklinikum Jena (UKJ) gegen SARS-CoV-2 geimpft werden. Impfling 1000 ist Pflegefachkraft Florian Wuckelt von der Herz-Thorax-Station. Nummer 999 war ebenfalls eine Pflegefachkraft: Tamara Kott, Leiterin der Neuropädiatrie und Infektionsstation für Kinder.

„Die Impfbereitschaft unter unseren Mitarbeitenden ist hoch, und das sowohl bei Ärzten als auch bei Pflegekräften“, bestätigt der Medizinische Vorstand Prof. Otto Witte. „Wir freuen uns, unsere Kolleginnen und Kollegen in der Patientenversorgung mit dem Impfangebot schützen zu können. Und geschützte Mitarbeiter bedeuten auch geschützte Patienten.“

Mitarbeiter wollen Vorbild für andere sein

Pfleger Florian Wuckelt ist bisher der erste Geimpfte seiner Station, ist sich aber sicher, dass viele weitere Kolleginnen und Kollegen folgen werden. Mit der Impfung will er nicht nur sich, sondern auch seine Eltern schützen. Wichtig ist ihm zudem, als junger Mensch Vorbild zu sein für andere, es ihm gleichzutun. „Es kursieren so viele Mythen und Gerüchte um die Corona-Impfung. Mit meiner Impfung will ich zeigen, dass diese Skepsis gegenüber der Corona-Impfung unbegründet ist“, sagt er.

Auf Tamara Kotts Station sind schon gut 40 Prozent der Belegschaft geimpft, weitere werden folgen. Auch ihr als Leiterin ist es wichtig, als Vorbild für ihre Mitarbeiter voranzugehen. „Ich war zwar anfänglich verunsichert, weil die Impfung so neu ist. Aber ich habe großes Vertrauen, dass der Impfstoff sicher ist“, beschreibt sie es. „Zudem haben wir auf unserer Station schon COVID-19-Fälle miterlebt. Dadurch schwingt im Alltag durchaus die Angst mit, sich anzustecken, auch wenn wir uns schützen. Die Impfung gibt mir ein besseres, beruhigendes Gefühl“, sagt sie

Bisher keine Nebenwirkungen

Bis zur vollständigen Wirkung der Impfung braucht es im Abstand von exakt drei Wochen allerdings noch eine zweite Spritze. Erfreulich ist bislang auch die gute Verträglichkeit der Impfung. Von üblichen Reaktionen nach einer Impfung wie einer leichten Rötung an der Einstichstelle, einem kurzfristig schmerzenden Arm, leichter Müdigkeit oder leicht erhöhter Temperatur gab es keine weiteren Meldungen an den Arbeitsmedizinischen Dienst. „Das ist zahlenmäßig vergleichbar mit Reaktionen nach der Grippe-Impfung“, erklärt Dr. Andrea Steiner, Leiterin des Arbeitsmedizinischen Dienstes.

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