In der Kunst gibt es keine Fehler

Kunstverein Avantgarde Apolda und Uni Erfurt wollen ihre Zusammenarbeit künftig intensivieren

In einem Kunstprojekt begeben sich die Schüler der Grundschule "Am Schötener Grund" im Kunsthaus Apolda auf die Spuren von Lyonel Feininger.

In einem Kunstprojekt begeben sich die Schüler der Grundschule "Am Schötener Grund" im Kunsthaus Apolda auf die Spuren von Lyonel Feininger.

Foto: Sascha Margon

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Was will der Künstler uns mit diesem Bild sagen? Auf diese und weitere Fragen suchten am Montag die Schüler vom Schötener Grund im Kunsthaus Apolda nach Antworten. Gemeinsam mit dem Kunstverein Avantgarde Apolda und Studentinnen vom Fachbereich Kunst an der Uni Erfurt ging es auf eine Reise durch die Ausstellung und die Welt des Lyonel Feiningers.

Nach einer Führung mit kunstpädagogischem Hintergrund konnten die Erst- bis Viertklässler sich selbst kreativ austoben. In vier unterschiedlichen Gruppen erarbeiteten sie gemeinsam mit den beiden Studentinnen Marie Allendorf und Anika Zabel ihre eigene Interpretation des Erlebten. Dabei durften sich die Mädchen und Jungen als Schauspieler, Geschichtenerzähler, Traumstadt-Architekten oder als Entdeckungskünstler betätigen.

Inspiriert von den Feininger-Werken entdeckten die Kinder, dass ein Museum nicht langweilige sein muss, sondern auch zu einem Erlebnisort werden kann. Während die Schauspielgruppe sich beispielsweise das Gemälde „Das verhängnisvolle Automobil“ als Grundlage für ihr eigenes Theaterstück wählte, nutzten die Geschichtenerzähler ihre Fantasie, um ein Comic zu entwickeln – ganz nach dem Vorbild von Feiningers Serie „Willie Winkies World“.

Festgehalten haben sie ihre Arbeit auf Audioaufzeichnungen oder auf dem Tablet mit der Stopp-Motion-Technologie. Dabei zerlegten die Schüler Feiningers Werke in einzelne Sequenzen und setzten sie danach in ihrer eigenen Fantasie wieder zusammen. Am Ende präsentierten sie ihre Umsetzung bei einem Rundgang durchs Haus.

Am kommenden Montag sind abermals Grundschüler der Schule ins Kunsthaus eingeladen, dann werden sich weitere Gruppen mit dem Kunstprojekt befassen. „Wir wollen die gesamte Schule in das Projekt mit einbeziehen“, erklärt Elke Heinemann vom Kunstverein.

In Kooperation mit dem Fachbereich Kunst der Uni Erfurt haben die Apoldaer bereits im Frühjahr mit einem Bauhaus-Projekt gute Erfahrungen gesammelt. Nun wollen Kunstverein und Uni ihre Zusammenarbeite weiter entwickeln. Geplant ist in diesem Zusammenhang auch ein Audioguide von Kindern für Kinder.

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