Kleiner Judersleben-Schatz nun beim Historiker in Bad Sulza

Bad Sulza.  Historiker und Kurator Bernhard Heinzelmann erhält Tagebuch von Judersleben aus Nachlass. Zwischenbilanz der Kunstgalerie Villa Sonneck.

Bernhard Heinzelmann in der Kunstgalerie Villa Sonneck in Bad Sulza. Am Samstag, den 7. Dezember, um 15 Uhr, will er hier das Begleitbuch zur Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

Bernhard Heinzelmann in der Kunstgalerie Villa Sonneck in Bad Sulza. Am Samstag, den 7. Dezember, um 15 Uhr, will er hier das Begleitbuch zur Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

Foto: Martin Kappel

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„Das Tagebuch ist bisweilen nicht leicht zu lesen. Judersleben hat eine sehr kleine Handschrift gepflegt“, heißt es von Bernhard Heinzelmann in der neuen Ausgabe von „Bad Sulzaer Schriften“. Der Inhalt widmet sich überwiegend dem Heimatforscher, Musikfreund und Kunstmaler aus Bad Sulza: Georg Arthur Judersleben.

Sein Tagebuch ist von der kürzlich verstorbenen Charlotte Holfeld verwahrt worden, der Witwe von Juderslebens ebenso bekannten Schwiegersohn Karl Holfeld. Aus dem familiären Nachlass ging es unlängst an Bernhard Heinzelmann über, der in der ehemaligen Wohn- und Wirkstätte Holfelds mittlerweile eine Galerie mit den Werken beider Künstler eingerichtet hat, die Villa Sonneck.

Tagebuch berichtet über Juderslebens Leben in den Jahren 1924 bis 1926

Am Wochenende will Bernhard Heinzelmann die neuen „Bad Sulzaer Schriften“ in der Villa Sonneck der Öffentlichkeit vorstellen – als Begleitbuch zur Ausstellung. Das Tagebuch, das zwischen 1924 und 1926 geführt wurde, wird teils in Auszügen abgedruckt. Diesem ist ein Vorwort zur Familiengeschichte Juderslebens vorangestellt. Zudem ist es mit Anmerkungen versehen, um den Hintergrund besser verstehen zu können. Das 130-seitige Buch ist reich bebildert und wird für 9,80 Euro angeboten.

Besucherinteresse an Ausstellung in Villa Sonneck ist noch verhalten

Apropos Ausstellung: War das Eröffnungswochenende Mitte Oktober mit 80 Gästen reich besucht, liegen die Besucherzahlen seitdem jedoch darunter. Das sicher auch, weil das Angebot erst mit touristischen Netzwerken verknüpft werden müsse. An Wochenenden kämen insgesamt immer etwa 15 bis 20 Interessierte in die Galerie, hauptsächlich Kurgäste.

Um da noch etwas mehr Bewegung hineinzubringen, bereitet Bernhard Heinzelmann gerade Flyer für den Druck vor. Außerdem solle die Außenwerbung am Gebäude verbessert werden. Auch im Inneren sind die Arbeiten noch nicht fertig. So sollen Lichtschutzvorhänge sowie bessere Alarm- und Brandschutztechnik installiert werden. Auch ein barrierefreier Zugang ist geplant.

Erfreulich sei, dass bereits jetzt langsam erste Gruppenanmeldungen eingingen. Es gebe sogar schon Anfragen dreier Künstler, die gerne in der Kunstgalerie ausstellen würden.

Öffnungszeiten Kunstgalerie Villa Sonneck in Bad Sulza: Mittwoch, Samstag, Sonntag, 15-17.30 Uhr. Vorstellung Begleitbuch über Judersleben: Samstag, 7. Dezember, 15 Uhr

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