Erfurt/Halle. Der Arbeitsmarkt in Thüringen zeigt sich Experten zufolge im Juni stabil. Jedoch gibt es mehr Langzeitarbeitslose.

Etwas weniger Frauen und Männer sind im Juni in Thüringen ohne Job gewesen. Mit 62.600 Arbeitslosen sind in dem Sommermonat 500 weniger als im Vormonat registriert worden, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle am Freitag mit. Die Arbeitslosenquote lag im Juni demnach bei 5,7 Prozent, im Mai betrug sie 5,8 Prozent. Der Stichtag der Erhebung war der 13. Juni. Im Juni vor einem Jahr waren 56.000 Frauen und Männer ohne Job gewesen, die Arbeitslosenquote lag bei 5,1 Prozent.

"Zur Jahresmitte sinkt die Arbeitslosigkeit nochmals, jedoch weniger als in den Vormonaten", sagte Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Blieben saisonale Faktoren unberücksichtigt, hätte sich im Juni allerdings eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit ergeben.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von einem externen Anbieter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Arbeitgeber melden wieder mehr frei Arbeitsstellen

Trotz angespannter Lage meldeten Arbeitgeber wieder mehr freie Arbeitsstellen. Aktuell profitierten viele Unternehmen noch von einem Polster an Aufträgen, die sie während Corona nicht abarbeiten konnten, so Behrens weiter. Die geopolitische und wirtschaftliche Lage bleibe aber unbeständig. Solche Unsicherheiten führten weiter zu verhaltener Einstellungsbereitschaft.

Zudem sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen in diesem Jahr von Mai auf Juni um 400 auf rund 20.800 gestiegen, hieß es von der Regionaldirektion. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen wurde auf 33,2 Prozent beziffert. "Einerseits werden seit über einem Jahr die geflüchteten Menschen aus der Ukraine betreut und nicht jeder ist nach dem Integrations- oder Sprachkurs gleich auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar", machte Behrens einen Grund für den Anstieg aus. "Andererseits ist der Arbeitsmarkt aufgrund der konjunkturellen Lage weniger aufnahmefähig als im Vorjahr." Mit 6200 waren den Angaben noch so viele Menschen ukrainischer Herkunft als arbeitslos registriert wie auch schon im Mai.