Ausbildungsstart für Tuning-Freunde in Gera

Gera  Zwei Auszubildende sind neu im Team bei Hampl Motors in Gera. Für den Tuning-Fach­betrieb sind es die ersten seit mehreren Jahren.

Zwei neue Auszubildende bei Hampl Motors in Gera: Marcus Hampl (von links), Azubi Aaron Löwe, Ausbilder Tomi Hamling, Azubi Philipp Rohr. Foto: Julia Schäfer

Zwei neue Auszubildende bei Hampl Motors in Gera: Marcus Hampl (von links), Azubi Aaron Löwe, Ausbilder Tomi Hamling, Azubi Philipp Rohr. Foto: Julia Schäfer

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Zuletzt bildete Marcus Hampl, der auch Dozent bei der Handwerkskammer ist, in ­seinem Betrieb 2009 junge ­Leute aus. Aufgrund von Hochwasser und Umbau seien bis zu diesem Herbst keine neuen Auszubildenden eingestellt worden, erklärt der Chef. „Wir haben ­lange gesucht, bis wir die beiden gefunden haben.“ Beide absolvierten bereits ein Praktikum in der Werkstatt. Dabei hätten sie gezeigt, welches Potenzial in ­ihnen stecke und sie hätten auch erste Einblicke in das Berufsbild erhalten.

Die beiden 16-Jährigen starteten nun ihre Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Philipp Rohr spezialisiert sich auf Diagnose, Aaron Löwe auf Motorentechnik. Ihre Leiderschaft sind Autos und Tuning. Bei Aaron weckte der Vater das Interesse, er ist im Geländesport aktiv. Philipp kam über Freunde zum Tuning, auch wenn er selbst weder Fahrerlaubnis noch Auto hat.

Hampl Motors ist spezialisiert auf die Wartung, Reparatur und das Tuning von Autos und Caravans sowie die Betreuung von Rennsportteams. „Bei uns lernen die Auszubildenden, wie ein Motor bis ins kleineste Teil zerlegt wird“, erklärt Kfz-Meister Hampl. Zuständig für die Ausbildung sind er und Tomi ­Hamling.

Obwohl sie erst seit wenigen Wochen im Betrieb sind, haben Aaron und Philipp bereits ihr eigenes Werkzeug, für das sie verantwortlich sind. Unter anderem haben sie schon Motoren ausgebaut und Zylinderköpfe an Kundenfahrzeugen überholt – erfahrene Gesellen oder Meister sind aber immer dabei. „Man muss den Lehrlingen was zutrauen, man muss sie fordern“, findet Hamling.

Hampl gründete seinen Betrieb 2004. Seit 2013 besitzt er als eine von wenigen Werkstätten in Deutschland einen Allradprüfstand. Nur wenige Wochen nach der Inbetriebnahme überflutet das Elsterhochwasser das Firmengelände. Erst vor einem halben Jahr konnte Hampl den Prüfstand wieder nutzen.

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