Christliche Gemeinschaftsschule Gera bezieht ihr Wunschdomizil

Gera  Ein vor drei Jahren anvisiertes Konzept geht auf – Christliche Gemeinschaftsschule Gera bezieht ihr Wunschdomizil

Die Christliche Gemeinschaftsschule Gera schlägt auf dem Gelände ihres künftigen Standortes in der Franz Mehring Straße ein temporäres Lager auf. Dieses Gebäude (im Bild) wird saniert. Foto: Peter Michaelis

Die Christliche Gemeinschaftsschule Gera schlägt auf dem Gelände ihres künftigen Standortes in der Franz Mehring Straße ein temporäres Lager auf. Dieses Gebäude (im Bild) wird saniert. Foto: Peter Michaelis

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"Man muss mit Bedacht wachsen", findet Nicole Scheffel-Türpisch. Trotzdem kann es der Schulleiterin der Christlichen Gemeinschaftsschule Gera nicht schnell genug gehen mit dem Umzug in den von Beginn an favorisierten Gebäudekomplex Franz-Mehring-Straße 2. In den Objekten der früheren Berufsschule Technik am Hauptbahnhof wird der Trägerverein mit Beginn des neuen Schuljahres 2017/2018 sein Domizil vom G26 in der Gagarinstraße auf das neue Areal verlegen.

Temporäres Schulhaus während der Bauarbeiten

Mit zwei jeweils drei Jahrgängen übergreifenden Klassen und einer ersten fünften Klasse, die gemeinsam mit der 4. die Schulbank drückt, soll dort der Schulbetrieb starten. Dann werden die derzeit 40 Schüler, drei fest angestellte Lehrkräfte, drei Erzieher und vier Honorar-Pädagogen mit umziehen.

Seit November 2016 ist der Schulträger, der Förderverein Christliche Schule Gera, mit einem Erbpachtvertrag mit der Stadt ausgestattet und auch die Baugenehmigung für die Rekonstruktion des L-förmigen Gebäudeteils liegt vor. "Die Baugenehmigung für unseren Schulpavillon haben wir auch eingereicht", sagt Bernd Bergner, stellvertretender Vorsitzender des nach wie vor ehrenamtlich arbeitenden Trägervereins. Mit Pavillon beschreibt er ein temporäres Schulhaus, das ab Sommer aus mehreren Containern auf dem Schulhof entstehen wird. Jetzt steht dort noch eine Baracke, die jedoch der Abrissbirne zum Opfer fällt.

"Wir rechnen damit, dass wir ein bis anderthalb Jahre in dem Pavillon lehren und lernen, während im nebenstehenden Schulgebäude im Inneren die Handwerker loslegen", verrät Scheffel-Türpisch. Die Schulleiterin spricht von wenigen Wochen Aufbauzeit für die Container, die wieder entfernt werden, sobald die energetische und behindertengerechte Sanierung des dreigeschossigen Objektes geschafft ist. Das großzügige Außengelände mit alten Bäumen will man schon nutzen.

Gemeinsam mit der Ilmer Thies Architekten AG aus Berlin/Zürich ist ein Zukunftsmodell für das Grundstück am Bahnhof erstellt worden. Neben dem sanierten Schulhaus soll das viergeschossige Wohnheim abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Auch die Sheddachhalle soll bald Geschichte sein. An ihre Stelle könnten ein separater Flachbau für die Grundschule, eine Aula, Mensa und eine Turnhalle den Campus ergänzen. Das Pförtnerhaus soll zum Info- und Ausstellungshäuschen umfunktioniert werden. "Doch natürlich hängt alles davon ab, wie schnell wir wachsen", sagt Nicole Scheffel-Türpisch und erzählt von etlichen Anfragen interessierter Eltern und Anmeldungen neuer Schüler.

Das Wohlwollen und Vertrauen von Eltern zeigt sich auch im Spendenaufkommen für die Schule. In drei Jahren sind 750 000 Euro zusammen gekommen. "Doch wir wissen, dass wir ohne Kredite und vielleicht sogar Investoren nur schrittweise voran kommen", weiß Scheffel-Türpisch, ist aber erleichtert, dass die vom Gesetzgeber vorgegebene dreijährige Wartefrist nach der Schulgründung endlich vorbei ist. Der nächste Schritt sei nun die Staatliche Anerkennung, um alle in Thüringen möglichen Abschlüsse garantieren zu können. Auch Pädagogen können sich übrigens gern bewerben, denn für ein größeres Haus mit mehr Schülern soll auch das Lehrerkollegium wachsen.

Infoveranstaltung zum neuen Schulstandort am Donnerstag, 18. Mai, 17.30 Uhr, in der Gagarinstraße 26

Christine Schimmel zum geplanten Umzug

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