Jobcenter in Apolda wirbt für Online-Antragstellung

Apolda.  Zeit, Weg und Geld sparen: „Jobcenter digital“ ermöglicht digitale Übersendung von Anträgen und Anlagen ohne Besuch des Jobcenters in Apolda.

Michael Leiprecht, Geschäftsführer des Jobcenters Weimarer Land in Apolda sowie Andreas Wittig, Teamleiter für die Leistungsgewährung.

Michael Leiprecht, Geschäftsführer des Jobcenters Weimarer Land in Apolda sowie Andreas Wittig, Teamleiter für die Leistungsgewährung.

Foto: Martin Kappel

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Gespräch mit dieser Zeitung warb das Jobcenter Weimarer Land unlängst für eine bereits bewährte Neuerung, die unter dem Slogan „Jobcenter digital“ für Klienten erhebliche Vereinfachungen verspricht. So können bestimmte Anträge, die das SGB II betreffen, mittlerweile auch bequem online gestellt werden. Wie das geht und was man beachten muss, erklärt Andreas Wittig, Teamleiter für die Leistungsgewährung beim Jobcenter Weimarer Land in Apolda.

Eines vorneweg: Das neue Angebot dürfe man nicht falsch verstehen, „der Kunde darf weiterhin sehr gerne zu uns kommen“, so Wittig: „Manch einer möchte seine Anliegen gerne persönlich besprechen. Und dieses Angebot wird es natürlich auch noch in Zukunft geben.“

Doch für alle diejenigen, die wollen – das sei momentan noch ein niedriger, einstelliger Prozentsatz der Kunden –, bietet der neue Service eine Menge an Vereinfachungen. Wer jetzt eine Arbeitsaufnahme melden wolle oder etwa einen Umzug, die Geburt eines Kindes, einer Heirat…, der könne bequem online einen Antrag stellen. Er müsse nur einmalig im Jobcenter erscheinen und sich gegen Vorlage des Personalausweises seine Zugangsdaten – also Nutzernamen und Passwort – abholen.

Über die Webseiten von Arbeitsagentur oder Jobcenter sowie unter jobcenter.digital gelangt der Kunde dann über das Feld „online Antrag stellen“ direkt zur Anmeldemaske. Durch die Eingabe seiner Daten ordnet das System den Klienten direkt ihren Sachbearbeiter und der Akte zu. Über das Befüllen verschiedene Eingabefelder wird der Nutzer durch den Antrag gelotst. Entstehen Fragen, gibt es neben jedem Feld ein Fragezeichen, das Hilfestellung gibt. Am Ende, so erklärt es Andreas Wittig, gibt es auch eine Plausibilitätsprüfung. Wer also an einer bestimmten Stelle einen Haken setzt, an anderer Stelle aber eine zugehörige, geforderte Information vergisst, der wird automatisch daran erinnert.

„Natürlich geben wir auch gerne telefonisch Auskünfte, falls beim Ausfüllen der Online-Anträge Fragen entstehen“, so Andreas Wittig. Die Vorteile des Systems lägen auf der Hand. Es entfallen Postlaufzeiten, da gestellte Anträge direkt im System auftauchen, auch ersparten sich Kunden Anfahrten, was gerade im ländlichen Raum mit höheren Kosten verbunden sein könne.

Ein weiterer Vorteil ist, dass übermittelte Dokumente nicht erst digitalisiert werden müssten. Denn „Jobcenter digital“ ermöglicht dem Kunden, digitale Anhänge mit dem Antrag zu übermitteln – und zwar in vielen bekannten Dateiformaten. „Diese können auch einfach mit dem Handy abfotografiert sein“, so Andreas Wittig.

Vorteil beim Einhalten von Fristen für Kunden des Jobcenters

Wer künftig eine Veränderungsmitteilung (VÄM) oder aber auch einen Weiterbewilligungsantrag (WBA) stellen möchte, den lädt das Jobcenter zum Ausprobieren ein. Das System bietet übrigens einen unschlagbaren Vorteil, wenn es ums Thema Fristen geht: Es registriert nämlich den ersten Klick auf den Online-Antrag als Tag der Antragsstellung, selbst wenn dieser da noch unfertig ist und vielleicht erst nach Ablauf der Frist vervollständigt und an das Jobcenter übermittelt wird.

„Jobcenter digital“ ist übrigens auf allen Rechnern und mobilen Geräten nutzbar. Weitere Online-Services des Jobcenter befinden sich bereits in der Erprobung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren