Triebeser Regelschule „Georg Kresse“ erhält weiteres Siegel

Zeulenroda-Triebes  Die Regelschule wurde für ein europäisches Schulprojekt ausgezeichnet und darf sich über 533 Euro Preisgeld freuen.

Lehrerin Anja Teistler (hinten links) mit einem Teil der Schüler, die am Projekt teilgenommen haben und inzwischen die 8. Klasse besuchen. Nick Miels und Maria Begemann (hinten) haben sich ebenso wie Hellena Schennerlein und Luca Zipfel (vorn) in Pop-Art-Stil gezeichnet und verewigt. Foto: Katja Krahmer

Lehrerin Anja Teistler (hinten links) mit einem Teil der Schüler, die am Projekt teilgenommen haben und inzwischen die 8. Klasse besuchen. Nick Miels und Maria Begemann (hinten) haben sich ebenso wie Hellena Schennerlein und Luca Zipfel (vorn) in Pop-Art-Stil gezeichnet und verewigt. Foto: Katja Krahmer

Foto: zgt

Alles begann in Brüssel. Als eine von nur 26 Lehrern aus Deutschland durfte Anja Teistler im vergangenen Jahr an einer dreitägigen europäischen eTwinning-Konferenz teilnehmen.

"Im Endeffekt war dort ein ­Seminar, in dem es um den 63. europäischen Wettbewerb ging, ausschlaggebend", schildert die Lehrerin für Englisch, Sport und Medienkunde an der Triebeser Regelschule "Georg Kresse". Teistler und vier Kollegen anderer europäischer Schulen entschieden sich bereits vor Ort, an dem Wettbewerbspart "Ich bin wie ich bin" teilzunehmen, konkretisierten das Thema und brachten es als Projekt mit dem Titel "Unterschiede – Wir pfeifen drauf!" wieder mit nach Hause an ihre Schulen. Zwei Kollegen sprangen später ab, es blieb die Zusammenarbeit der Triebeser Schule mit jenen in Weitensfeld/Österreich sowie in Cerkno/Slowenien.

Premiere wurde gleich mit Erfolg gekrönt

"Wir haben schon seit vielen Jahren an den Comenius- und Erasmus-Projekten teilgenommen, wo es immer wieder um die länderübergreifende Zusammenarbeit in Europa ging", sagt Teistler. Die Teilnahme an dem europäischen eTwinning-Wettbewerb sei für die Triebeser Einrichtung hingegen eine Premiere gewesen. Eine erfolgreiche, wie sich zeigen sollte. Denn gemeinsam mit Weitensfeld und Cerkno ist die Georg-Kresse-Schule für das Ergebnis der Projektarbeit ausgezeichnet worden. Mit Blick auf die Chancen der Verschiedenartigkeit hatte jede der drei Einrichtungen auf ihre Weise Fotos der 10- bis 13-jährigen Schüler erstellt und im Anschluss daran bearbeitet. In Triebes sah das so aus: Aus den einzelnen Porträts wurde mithilfe eines Grafikprogrammes eine Bleistiftzeichnung erstellt. Die wiederum diente den abgebildeten Schülern als Vorlage, sich selbst im Pop-Art-Stil auszumalen. "Quasi so, wie sie sich zu dem Zeitpunkt gefühlt haben", erläutert Anja Teistler. Herausgekommen sind farbenfrohe ­Bilder, die in einem Fotobuch zusammengefasst wurden. ­"Daran kann man sehen: Ich kann mich in jeder unterschiedlichen Form darstellen. Aber man ist, wie man ist", resümiert die Lehrerin. Während der gesamten Projektphase habe ein reger Austausch zwischen den drei Schulen auf der geschlossenen eTwinning-Internet-Plattform stattgefunden.

Neuerliche Teilnahme ist bereits geplant

"Wir waren ganz überrascht, als wir angerufen wurden, weil wir zu den Siegern gehören", freut sich Schulleiterin Undine Schröder, "vor allem auch deshalb, weil unter den Wettbewerbsteilnehmern viele Gymnasien waren." Triebes darf sich das Preisgeld in Höhe von insgesamt 700 Euro mit den beiden anderen Schulen teilen. "Das geht in die Klassenkasse", sagt Teistler und weist zugleich auf weitere 300 Euro Preisgeld hin, die die Triebeser Schule für das eTwinning-Qualitätssiegel erhält. "Davon", so fährt die Lehrerin fort, "möchte ich eine Kamera und ein Mikrofon kaufen." Denn das Ziel sei, die bisherige Zusammenarbeit fortzusetzen, hierfür dann auch die Schule der Triebeser Partnerstadt Sainte-Florine einzubinden, und gemeinsam auch am anstehenden 64. europäischen eTwinning-Wettbewerb teilzunehmen.

"Wir sind jetzt stolz, als Unesco- und Ganztagsschule auch noch dieses eTwinning-Qualitätssiegel zu erhalten. Das entspricht ja auch den neuen Formen des Unterrichts im Medienzeitalter – am PC und länderübergreifend", betont Schulleiterin Schröder abschließend.

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