Waldjugendspiele des Forstamtes Schleiz: Schultag mit Tieren, Pilzen, Hölzern

Tanna  Wie von den Schulen schon gewohnt und jedes Jahr erwartet, richtete das Schleizer Forstamt auch gestern wieder Waldjugendspiele in der Natur um die Leitenteiche bei Tanna aus. Sechste und drei vierte Klassen waren dabei.

Fragerunde für die 6 a aus Schleiz an der Station von Andreas Bähr. Foto: Judith Albig

Foto: zgt

Nein, dass der Fisch­adler von Hamstern lebt – das stimmt nun wirklich nicht! Das sah der Schlaumeier, der es gesagt hatte, unter allgemeinem Gekicher auch ganz schnell ein, als er sich noch einmal den Namen des Vogels auf der Zunge zergehen ließ.

Wenn solche Gespräche zu hören sind, dann sind Waldjugendspiele. Um die 300 Mädchen und Jungen aus Grund- und Regelschulen der Region nahmen gestern in der schönen waldreichen Natur um die Leitenteiche bei Tanna daran teil. Ausnahmslos alle freuten sich wohl, mal nicht im Klassenzimmer zu sitzen, sich an der frischen Luft zu bewegen, manches Wissen den anderen zu präsentieren oder eben auch noch eine ganze Menge zu lernen. Julien aus der Schleizer Grundschule zum Beispiel kennt sich ein bisschen mit Pilzen aus und fand es gut, neue kennenzulernen. "Aber das Essen ist das Beste", warf Lukas ein.

Etliche Stationen waren aufgebaut worden, an denen Förster nach und nach die einzelnen Gruppen empfingen. So ging es bei Andreas Bähr an Hand einer Übersicht mit Bildern um einheimische Singvögel wie auch Greifvögel und Eulen. Jens Baumann hatte Präparate von Tieren dabei, die die Kinder zu erkennen versuchten. Bei André Pasold und seinem Kollegen waren hauptsächlich Spaß, Bewegung und Teamgeist gefragt: Ein Stapel mit 110 Rundhölzern war so schnell wie möglich an eine andere Stelle zu versetzen. An allen Stationen gab es entsprechend der richtigen und falschen Antworten Punkte, die für eine Wertung unter den Klassen zusammengezählt wurden.

Als Sieger gingen diesmal die Klasse 4 b der Grundschule Schleiz und die 6 b der Schleizer Regelschule hervor. Jede teilnehmende Klasse aber bekam eine kleine Winterlinde, den Baum des Jahres 2016, um sie gemeinsam mit dem Förster zu pflanzen und sich so eine lebendige Erinnerung zu schaffen.

Auch Landrat Thomas Fügmann hatte sich – zumindest als Beobachter – gestern wieder zu den Kindern im Wald gesellt. "Ich will den Bezug zu den Schülern nicht verlieren", sagte er als früherer Schulamtsleiter. Es sei ihm auch sehr wichtig, dass die Kinder etwas von der Natur erfahren. Dem Forstamt ist er dankbar für seine jährliche Aktion, die durch viel Vorbereitungsaufwand auch von kindgemäßen Erlebnissen geprägt ist.

"Hervorragend" findet auch die Schleizer Lehrerin Jacqueline Goldmann diese jährliche Initiative, zumal die Schleizer Grundschule eine Umweltschule ist. Die Naturverbundenheit käme ohne solche Erlebnisse zu kurz in einer Welt der Handys und Computer.

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