Waldtag des Forstamtes Neustadt für Schüler und Kindergartenkinder

Pößneck  Der seit vielen Jahren statt­findende Waldtaglockt seit Dienstag etwa 500 Schüler und Kindergartenkinder in den Pößnecker Stadtwald.

Der Baumscheibenlauf, bei welchem ein mittelschweres Stück Holz möglichst schnell von Hand zu Hand gereicht werden musste, gehörte zu den eher sportlichen Aufgaben der Waldtage, an welchen sich gestern beispielsweise die Klasse 4a der Grundschule Am Rosenhügel Pößneck beteiligte.Foto: Marcus Pfeiffer

Foto: zgt

Startpunkt für den acht Stationen umfassenden Rundgang war die Ratsberghütte. Gestern waren beispielsweise Kinder aus Pößneck, Ranis, Langenorla und Oppurg im Forst unterwegs, und schon bevor es mit dem Unterricht in der Natur losging, hatten sie den Ratsberg zu erklimmen. Sie freuten sich, wie es ihnen anzusehen war, schon riesig auf die zu entdeckenden Besonderheiten im Wald, welchen sie an den einzelnen Stationen in Form von Aufgaben nachspüren sollten.

Ausgerüstet mit einer Karte, einem Laufzettel und einem neu eingeführten Auswertungs­bogen ging Tom Finger, der Klassensprecher der 4a der Grundschule Am Rosenhügel Pößneck, allen Kindern voran. „Mir nach!“, rief er. „Auf zur ersten Station!“ An den einzelnen Info-Stellen hatten die Kinder die Gelegenheit, mit Wissen und Geschicklichkeit Punkte zu sammeln. Mit ein wenig Glück und Geschicklichkeit – die Auswertung erfolgt erst nach dem letzten Waldtag am heutigen Donnerstag – können die Mädchen und Jungen demnächst zum Sieger der diesjährigen Waldtage gekürt werden.

Die Schüler hatten sich im Vorfeld augenscheinlich gut vorbereitet und das freute den stellvertretenden Forstamtsleiter Thomas Kratzsch: „Man hat selten solche Schülergruppen, die gemeinsam die Fragen beantworten. Sonst sind es nur drei bis vier Kinder, die sich auskennen.“ So wurden im Klassen­verband an einer Holztafel einzelne Bestandteile wie Blattform, Frucht und Borke den entsprechenden Baumarten zugeordnet. An einer anderen Station informierte Förster Maik Meißner über die Behausungen der Schwarzspechte und deren „Nachmieter“ wie Eule oder der Fledermaus.

Nicht nur Wissen wurde an den Stationen geprüft, sondern auch Sportliches gefordert. So balancierten die Kinder auf gespannten Seilen, trugen Baumstämme, warfen Kienzapfen auf eine Torwand und puzzelten eine Holzskulptur zusammen.

Selbst Kulinarisches aus dem Wald gab es zum Probieren. Schon Klassenleiter Lutz Blumenstein wunderte sich: „Das soll man essen können? Das habe ich noch nie gehört!“ Maik Meißner gelang es aber, ihn zu überzeugen, doch einmal die Buchenblätter zu kosten. Der leicht säuerliche Geschmack des Laubes empfand Lutz Blumenstein dann sogar als wohlschmeckend. Doch der Förster ermahnte die Kinder: „Doch Vorsicht! Es wird nur das gegessen, was wir kennen!“

Bis zum Ende des Rundgangs vergingen die zwei Stunden wie im Flug. Schon etwas geschafft wanderten die Schüler der 4a vom Rosenhügel die letzte Etappe ab, die sich mit dem Bratwurstduft an der Ratsberghütte ankündigte. Nicht nur eine Stärkung wartete als Belohnung auf sie, sondern auch die diesjährige Trophäe. Wobei sie noch einmal verdient werden musste. Denn Revierförsterin Tina Zeiss gab den Kindern folgendes Rätsel auf: „Wisst ihr, welcher Baum der Baum des Jahres ist?“ Sofort meldeten sich viele Arme und ein Mädchen aus der Schülertraube rief: „Die Winterlinde!“ Stolz übernahmen die Viertklässler dann die Auszeichnung in Form eines Blattes vom Baum des Jahres, die Freude war groß.

Für die Kinder aus der Neustädter Region wird es am 2. und 3. Juni einen Waldtag geben, der im Revier Strößwitz beziehungsweise am Waldlehrpfad Bismarckturm stattfinden wird.

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