Zum 234. Geburtstag des Kindergarten-Gründers: Fröbel-Zeit in Oberweißbach und Bad Blankenburg

Oberweißbach/Bad Blankenburg  Oberweißbach begeht den 234. Geburtstag Friedrich ­Fröbels mit einer ganzen Festwoche. Einen großen Aktionstag gab es gestern im Awo-Kindergarten „Fröbelhaus“ in ­Bad Blankenburg.

Zum Abschluss der traditionellen Ehrung am Geburtshaus von Friedrich Fröbel in Oberweißbach ­zelebrieren die Steppkes aus dem Kindergarten mit Begeisterung Fröbels Singspiel „Das Taubenhaus“. Foto: Michael Graf

Zum Abschluss der traditionellen Ehrung am Geburtshaus von Friedrich Fröbel in Oberweißbach ­zelebrieren die Steppkes aus dem Kindergarten mit Begeisterung Fröbels Singspiel „Das Taubenhaus“. Foto: Michael Graf

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die traditionelle Fröbel-Ehrung gestern Vormittag am Geburtshaus des Kindergarten-Begründers wurde mit einem Gute-Laune-Lied der „Blumenkinder“ aus dem Oberweiß­bacher Awo-Kindergarten „Friedrich Fröbel“ eingeleitet.

In einer kurzen Ansprache würdigte Isabel Schamberger, Vorsitzende des örtlichen Fröbelvereins, Leben und Werk des großen Sohnes der Stadt und verwies auf das Engagement des Vereins im Fröbel-Kreis der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Tourismus-Region Rennsteig-Schwarzatal.

Mädchen aus dem Line-Dance-Kurs der Regelschule „Friedrich Fröbel“ Oberweißbach zeigten Kostproben ihres Könnens, ehe dann Blumen niedergelegt wurden und Fröbels Singspiel „Das Taubenhaus“ den Abschluss bildete.

I

m Anschluss wurde der Öffentlichkeit das neu gestaltete Grab von Friedrich Fröbels Eltern Johann Jakob und Jakobine Eleonore Friederica vorgestellt. Nach Auskunft von Katharina Eichhorn, Geschäftsführerin der Fröbelstadt Marketing GmbH, haben die Arbeiten an Metallkreuz, Sandsteinsockel und Graniteinfassung 3000 Euro gekostet, wovon die Jagdgenossenschaft Oberweißbach mit einer Spende den Mammutanteil erbrachte. Eichhorn bescheinigt der Schmiede Gebersdorf, Steinmetz Münch aus ­Rudolstadt und dem Oberweißbacher Bauhof sehr gute Arbeit.

Neu präsentieren sich auch acht Vitrinen im Memorialmuseum zum Thema Fröbelsche Beschäftigungen. „Alle Faksimile dafür sind von dem katalanischen Faltkünstler Joan Sallas und seinem Team als Schenkung für unser Fröbelhaus angefertigt worden“, freut sich die Marketing-Chefin. In einer weiteren Vitrine sind jetzt zuvor verteilt gewesene Exponate zum Thema „Fröbels Gedankengut in aller Welt“ zusammengefasst worden.

Erstmals konnte die veränderte Ausstellung bei einer Fröbel-Soiree am Mittwoch in Augenschein genommen werden. Den geselligen Abend im Museum bereicherten die Theatergruppe der Regelschule unter Leitung von Lehrerin Steffi Müller mit einem Theaterstück über Fröbels Leben und Wirken und Hobbyfilmer Herbert Walther aus Lichtenhain/Bergbahn mit einem Videofilm über den Projekttag zum 233. Geburtstag Fröbels vor Jahresfrist.

Im „Fröbelhaus“ in Bad Blankenburg werde noch immer genau nach den Vorstellungen des Namensgebers gearbeitet, erläuterte Leiterin Kathrin Bergmann den Gästen in der Einrichtung. Davon konnten diese sich gestern hautnah überzeugen. Individuelle Morgenkreise in den Gruppen, Schattenspiel im Sportraum, Finger- Tanz- und Singspiele und natürlich ­„Fröbeln“ an verschiedenen Ständen standen auf dem Plan. Überreicht bekamen die jüngsten Bad Blankenburger das Zertifikat „Die Carusos – jedem Kind seine Stimme“ vom ­Thüringer Chorverband.

Bei Spiel, Spaß und frühlingshaften Temperaturen zeigten die Kinder, dass sie sich im großen Garten sehr wohl fühlen. Und für die Besucher der „Enkel“ des Reformpädagogen wurde dessen Zeit an diesem Nachmittag wieder lebendig.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.