Falschangaben zu Personalien – Polizei durchsucht mehrere Objekte in Erfurt

Erfurt.  Seit Mittwochmorgen werden in Erfurt mehrere Objekte durchsucht. Auch Fahrzeuge stehen im Visier der Ermittler. Das ist zu den Hintergründen bisher bekannt:

Polizeifahrzeuge standen am Mittwoch stundenlang vor einem Gasthaus in der Erfurter Michaelisstraße, das in der Vergangenheit schon einmal im Visier stand, weil es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen kam.

Polizeifahrzeuge standen am Mittwoch stundenlang vor einem Gasthaus in der Erfurter Michaelisstraße, das in der Vergangenheit schon einmal im Visier stand, weil es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen kam.

Foto: Foto: Marco Schmidt

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Eine Frau und ein Mann stehen im Visier der Geraer Staatsanwaltschaft. Seit Mittwochmorgen durchsuchen Beamte des Landeskriminalamtes und der Bereitschaftspolizei mehrere Objekte – darunter zwei Gaststätten in der Michaelisstraße, in deren Umfeld in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen stattgefunden haben, die mit armenischen Mafia-Gruppierungen in Erfurt in Verbindung stehen. Ermittelt wird jetzt allerdings wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Festnahmen gab es bis zum frühen Nachmittag keine.

Auch ein Wohnhaus in Hochheim steht im Fokus. Genauso mehrere Fahrzeuge. Das werde vom Durchsuchungsbeschluss, der sich gegen Wohn- und Geschäftsräume richte, mit abgedeckt, bestätigte eine Sprecherin des LKA auf Anfrage dieser Zeitung.

Hauptsächlich zwei Personen im Visier der Ermittler

Seit 1996 sollen sich beide in Deutschland befinden und hier unter falschen Angaben eine sogenannte „Niederlassungserlaubnis“ erhalten haben – einen Aufenthaltstitel. Aufgeflogen ist das Ganze erst 2016 im Zuge von Ermittlungen der für Strukturen der Organisierten Kriminalität (OK) zuständigen Staatsanwaltschaft Gera.

Die Durchsuchung richtet sich hauptsächlich gegen zwei Personen. Die Frau und der Mann sind als Aserbaidschaner in Deutschland gemeldet. Ob das stimmt wird eine Frage sein, die die Ermittler im Zuge der Auswertung der Asservate zu klären haben. Über Verbindungen zu Strukturen der Organisierten Kriminalität (OK) hüllt sich das LKA auf Nachfrage dieser Zeitung in Schweigen. „Keine Angaben“, heißt es kurz. Allerdings: Da die Staatsanwaltschaft Gera offenbar den Durchsuchungsbeschluss veranlasst liegt eine Verbindung nahe. Nach Informationen dieser Zeitung stießen die Ermittler auf die beiden Personen im Zuge anderer durch die Staatsanwaltschaft Gera geführter Verfahren. Darin sollen sie allerdings eine untergeordnete Rolle spielen.

Razzia am Erfurter Domplatz

Vor fast genau einem Jahr waren Beamte von LKA und Bereitschaftspolizei . Damals richtete sich die Razzia gegen vier Armenier, die bei ihrer Einreise in die Bundesrepublik 14 Jahre zuvor falsche Angaben gemacht haben sollen. Damals bestätigte die Staatsanwaltschaft Verbindungen zum „schwerkriminellen Milieu“.

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