Großbrand in Deuna: 13 Feuerwehren löschen noch bis in die Nacht

Deuna.  Im Werk der B+T Deuna auf dem Gelände des Eichsfelder Zementwerkes brennt es in einer Lagerhalle. 116 Einsatzkräfte sind vor Ort.

Seit Montagvormittag, 11.15 Uhr, brennt es in einem Entsorgungsunternehmen in der Industriestraße in Deuna im Eichsfeld. Sämtliche Feuerwehren aus der Umgebung kamen zum Einsatz.

Seit Montagvormittag, 11.15 Uhr, brennt es in einem Entsorgungsunternehmen in der Industriestraße in Deuna im Eichsfeld. Sämtliche Feuerwehren aus der Umgebung kamen zum Einsatz.

Foto: Feuerwehr

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Die Rauchschwaden waren weit über das Gelände des Zementwerkes in Deuna zu sehen. In einer Lagerhalle der B+T Deuna GmbH hatte die Brandmeldeanlage am Montagvormittag um 11 Uhr ausgelöst. Und dass es sich dabei um keinen Fehlalarm handelte, wurde für die alarmierten Feuerwehren schnell klar.

In einer Lagerhalle der Firma, die Sekundärbrennstoffe aufbereitet, also Müll sortiert und ihn für den Brennofen des Zementwerks aufbereitet, brannte es. Und dieses Mal war es so schlimm, dass ganze 13 Feuerwehren aus der Umgebung alarmiert wurden.

13 Feuerwehren im Einsatz

Mit vor Ort waren die Wehren aus Berlingerode, Bodenrode-Westhausen, Deuna, Gerterode, Hausen, Kleinbartloff, Leinefelde, Niederoschel, Rüdigershagen, Siemerode, Teistungen, Vollenborn und Worbis. Außerdem war der Sanitäts- und Betreuungszug mit sieben Fahrzeugen und 22 Kameraden vor Ort. Diese kümmerten sich um die Versorgung der Einsatzkräfte, die von allen Seiten versuchten, das Feuer zu löschen.

Aus der Rettungsleitstelle hieß es, das die Kameraden neben dem Löschen damit beschäftigt waren, den Müllberg abzutragen, um an den Brandherd zu gelangen. Die Qualmbildung erschwerte dabei die Arbeit. Gegen 17 Uhr waren deshalb 92 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie 24 des Rettungsdienstes vor Ort. Verletzt wurde niemand.

Einsatzleiter: „Ende ist nicht absehbar“ Fenster und Türen schließen

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Thomas Müller sagte am Nachmittag, dass ein Einsatzende nicht absehbar sei. Er schätzte aus Erfahrung ein, dass die Kameraden und Rettungsdienstler noch lange mit der Brandbekämpfung zu tun haben werden.

Ob noch andere Feuerwehren nachalarmiert werden müssen, war bis gegen 17 Uhr auch nicht klar. Denn es könne sein, so Thomas Müller, dass die Kameraden vor Ort auch bald abgelöst werden müssen. Punkt 19 Uhr war der Brand dann aber gelöscht, hieß es dann aus der Leitstelle. Es folgten noch Nachlöscharbeiten, aber die Kameraden rückten dann nach und nach ab.

Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

Ein Messwagen der Feuerwehr kam zum Einsatz, um die Luftbelastung in der Umgebung zu untersuchen. Laut Thomas Müller haben die Messungen aber keine bedenklichen Werte ergeben. Trotzdem wurden von Seiten der Polizei Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Dabei gehe es ja auch um Geruchsbelästigung, so Thomas Müller.

Vom Wasser- und Abwasserzweckverband „Eichsfelder Kessel“ (WAZ) hieß es am Abend, dass seit Mittag „massiv die Löschwasserversorgung sichergestellt“ wurde. „Die Trinkwasserversorgung unserer Kunden war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt“, so Oliver Thiele vom WAZ.

Laut Polizeibericht beläuft sich die Höhe des Schadens nach ersten Informationen auf mehrere zehntausend Euro. Zur genauen Brandursache wird ermittelt.

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