Giftköder in Chemnitz - 50 Jahre alte Frau ist Tatverdächtige

Hass auf Hunde oder andere Tiere kann bisweilen grausame Formen annehmen. Immer wieder versuchen Menschen, mit Heimtücke Tiere zu quälen oder gar zu töten. Sie machen sich damit strafbar.

In Chemnitz sind zum wiederholten Male Giftköder für Hunde aufgetaucht. (Symbolfoto)

In Chemnitz sind zum wiederholten Male Giftköder für Hunde aufgetaucht. (Symbolfoto)

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

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In Chemnitz sind zum wiederholten Male Giftköder für Hunde aufgetaucht. Eine 50 Jahre alte Frau habe am Mittwoch eingeräumt, solche Köder ausgelegt zu haben, teilte die Chemnitzer Polizeidirektion am Donnerstag mit. Die Köder - vier Hackbällchen und eine Vielzahl von Schinkenstückchen - waren mit Rattengift präpariert, ein Teil auch mit kleinen spitzen Gegenständen.

In der Wohnung der Frau fanden die Polizisten ein Behältnis mit blauem Rattengift. Es wurde genau wie die Köder und Utensilien sichergestellt. Ein Motiv der Frau wurde nicht genannt. Unklar ist noch, ob ein Hund bereits einen solchen Köder zu sich genommen hat.

Gegen die Frau wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Nach Paragraf 17 dieses Gesetzes wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft, wer „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet“, einem solchen Tier „aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden“ oder „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“.

Bereits am 30. Oktober Anzeige wegen Giftködern

Nach Angaben die Chemnitzer Polizei hatte am Mittwoch ein Bewohner des Ortsteils Bernsdorf die Beamten über Köder auf einer Wiese vor einem Wohnhaus informiert. Beamte fuhren daraufhin zu dem Grundstück und fanden weitere Fleischstücke. Da es schon dunkel war, wurden Feuerwehrleute zur weiteren Suche hinzugezogen. Bei den Ermittlungen stießen die Beamten in der Nähe des Tatortes auf die 50-Jährige.

Bereits am 30. Oktober war bei der Polizei eine Anzeige wegen Giftködern in Bernsdorf eingegangen. Nun wird untersucht, ob die 50-Jährige auch diese Köder ausgelegt hat. Bislang wurde der Polizei nur ein Hund bekannt, der in dem betreffenden Wohnumfeld einen mit Rasierklingen versetzten Köder gefressen hatte. Die Polizei wusste am Donnerstag nicht, ob der Hund dabei zu Schaden kam.

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