Sturm „Dragi“ richtet in Thüringen viele Schäden an [Update]

Erfurt  In Thüringen hat am Samstag Sturm „Dragi“ für Chaos gesorgt. Vor allem der Autoverkehr wird durch zahlreiche umgestürzte Bäume behindert.

Nach einem kurzen, aber heftigen Sturm mit viel Regen hatte die Erfurter Feuerwehr am Samstagabend in der Innenstadt viel zu tun.

Nach einem kurzen, aber heftigen Sturm mit viel Regen hatte die Erfurter Feuerwehr am Samstagabend in der Innenstadt viel zu tun.

Foto: Matthias Gränzdörfer

Am Samstagabend zogen zum Teil heftige Sturmböen durch den Freistaat Thüringen. Stellenweise bildeten sich sogar kurze aber heftige Gewitter, die in Verbindung mit heftigen Regenschauern niedergingen. Vielerorts musste die Feuerwehr vor allem umgestürzte Bäume von Straßen räumen. Es gab Dutzende von Einsätze in ganz Thüringen.

In Erfurt wurden durch den Sturm Dächer zum Teil komplett heruntergerissen. Zwei Autos wurden durch umgestürzte Bäume in Mitleidenschaft gezogen: So beschädigten am Karl-Marx Platz ein umgestürzter Baum und umgekipptes Verkehrsschild ein parkendes Auto. Die Feuerwehr musste mit schweren Kettensägen den Baum in Stücke schneiden. Im Norden der Stadt drohte eine Abdeckung von einem Hochhaus herabzustürzen.

Baum fällt auf Auto: Feuerwehren mussen Sturmschäden beseitigen

Gegen 19 Uhr waren auch die Feuerwehren im Weimarer Land im Einsatz. Immer wieder waren es umgestürzte Bäume, die Straßen versperrten oder auch im Nordkreis auf einem parkenden Auto landeten. Kurios war der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Berka auf der B 85 in Richtung Blankenhain. Etwa einen halben Kilometer hinter dem Ortsausgang war ein gut 30 cm starker Nadelbaum auf die Straße gekippt. Ein Autofahrer schien es jedoch besonders eilig zu haben oder traute seinem Fahrzeug viel zu. Resultat war, dass das obere Drittel des Baumes weggerammt wurde und der Stamm, der an dieser Stelle etwa 15 cm dick war, brach. Vom Auto war nichts mehr zu sehen, bis auf eine Frontschürze und ausgerechnet dem Nummernschild. Nach knapp 20 Minuten war die Strecke wieder frei geschnitten und der Stau löste sich allmählich auf.

In Cumbach bei Rudolstadt stürzte laut MDR ein Baum auf eine Stromleitung unterbracht dort die Stromversorgung.

In Heiligenstadt im Eichsfeld wurden gleich vier Autos von einem umgestürzten Baum beschädigt. Verletzt wurde nach aktuellen Informationen aber bisher niemand.

In Marksuhl im Wartburgkreis wehte der Wind Blechteile vom Dach einer Werkstatthalle.

Auch in Jena schrillten die Feuerwehr-Sirenen. Dieses Mal musste die Feuerwehr nicht schon wieder wegen eines Brandes , sondern wegen Sturmschäden ausrücken.

Aktuelle Verkehrsbehinderungen (Stand: 20 Uhr)

  • A 71: Zwischen Ilmenau-West und Gräfenroda sollten Fahrzeuge mit hohem Aufbau in beiden Richtungen die Geschwindigkeitsbeschränkungen bei starkem Wind beachten und einhalten
  • B 84: zwischen Marksuhl und Dönges wegen umgestürzter Bäume gesperrt
  • L 1052: zwischen Kranichfeld und Abzweig Hohenfelden wegen umgestürzter Bäume gesperrt
  • L 1075: zwischen Bad Klosterlausnitz und Albersdorf Behinderungen wegen umgestürzter Bäume
  • L 3004: zwischen Plaue und Abzweig Martinroda wegen umgestürzter Bäume gesperrt
  • Ilmkreis: Straße zwischen Wipfra und Abzweig Schmerfeld wegen umgestürzter Bäume gesperrt
  • Saale-Holzland-Kreis: Straßen zwischen Hummelshain und Trockenborn sowie bis zum Abzweig Seitenbrück wegen umgestürzter Bäume gesperrt

Bereits am Samstagmorgen gab der Wetterdienst Warnungen vor Sturmböen und teils starken Gewitter in Thüringen heraus.

Erst Rosenmontag zahlreiche Schäden durch Sturm „Bennet“

Am Rosenmontag brauste Sturm „Bennet“ durch Thüringen und sorgte für windige Karnevalsumzüge. Auch hier entstanden Schäden.

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