Totschlag in Jena: Diverse Gegenstände der Frau werden noch immer vermisst

Jena  Auch am Dienstag war die Polizei mit einem großen Aufgebot in Jena-Winzerla aktiv.

Nach dem Tötungsverbrechen in Jena-Winzerla haben Anwohner Kerzen vor den Hauseingang in der Max-Steenbeck-Straße gestellt.

Nach dem Tötungsverbrechen in Jena-Winzerla haben Anwohner Kerzen vor den Hauseingang in der Max-Steenbeck-Straße gestellt.

Foto: Tino Zippel

Erneut suchten die Beamten im Umfeld des Hauses in der Max-Steenbeck-Straße, in dem am Sonnabend die getötete Seniorin entdeckt worden war.

„Unsere Einsatzkräfte hatten bereits am Montag Gegenstände der getöteten Frau gefunden“, sagt Polizeisprecherin Steffi Kopp. Aus diesem Grund sei entschieden worden, erneut zu suchen, weil noch diverse Gegenstände der Frau vermisst werden. Die Polizei hofft, an diesen DNA-Spuren zu sichern und so weitere Indizien zu sammeln, um den Täter zu überführen.

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Die 87 Jahre alte Rentnerin war vorige Woche umgebracht und anschließend in einer Kellerbox des sechs­geschossigen Hauses versteckt worden. Warum die Polizei gleich den 23-jährigen Nachbarn der Frau ins Visier nahm, verrät sie nicht. Das Amtsgericht Gera erließ am Sonntag Haft­befehl wegen Totschlags gegen den Flüchtling, der 2011 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen war. Der Mann sitzt in Hohenleuben in Untersuchungshaft.

Die Wohnungsgesellschaft Jenawohnen ist um den sozialen Frieden in dem Wohnhaus mit über 80 Wohnungen bemüht. Wie Sprecher Gunnar Poschmann sagte, sei ein im Gebäude aufgehängter Zettel mit einer ausländerfeindlichen Botschaft entfernt worden.

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