Diakoniewerk beim Tag der Pflege auf dem Gothaer Hauptmarkt

Gotha  Informations- und Mitmachangebote von Ergotherapie bis zu kneippschen Anwendungen. Sammeltassen für guten Zweck gespendet

Claudia Schäfer, hier bei der Vorführung eines kalten Armbades nach Kneipp, betreute gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen des Löffler Diakoniewerkes den Stand unter dem Motto „kneipp mich mal“, ausgestattet vom Diakonischen Altenzentrum „Sarepta“ in Waltershausen, eines der zehn Seniorenzentren mit Kneipp-Zertifikat bundesweit. Foto: Peter Riecke

Claudia Schäfer, hier bei der Vorführung eines kalten Armbades nach Kneipp, betreute gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen des Löffler Diakoniewerkes den Stand unter dem Motto „kneipp mich mal“, ausgestattet vom Diakonischen Altenzentrum „Sarepta“ in Waltershausen, eines der zehn Seniorenzentren mit Kneipp-Zertifikat bundesweit. Foto: Peter Riecke

Foto: zgt

Zum Auftakt sang der Bodelschwinghchor das Lied vom Kneippen. Am gestrigen Freitagvormittag begann der „Tag der Pflege“ für das Löffler-Diakoniewerk Gotha mit Informations- und Mitmachangeboten unter sechs Zelten, die am unteren Hauptmarkt der Kreisstadt nahe dem historischen Rathaus gruppiert waren.

Sie waren schon vor zehn Uhr gut besucht, so dass Thomas Gurski, Vorsitzender des Vereins Bodelschwinghhof-Mechterstädt, ausreichend Zuhörer hatte, als er zum Motto des diesjährigen Tages „Mehr Zeit für...“ unter anderem den zweiten Beigeordneten des Landkreises, Thomas Fröhlich (CDU) und Tambach-Dietharz Bürgermeister Marco Schütz (parteilos) bat, den Satz zu vollenden.

Was damit gemeint war, stand auch auf einer Tasse, die als Erinnerung an den Tag verschenkt wurde: Kneipp, Zuwendung, Ausbildung, Mehrgenerationen, Mitarbeiterpflege. Passend dazu stellten sich die Einrichtungen des Löffler-Diakoniewerkes vor. Das Altenzentrum „Sarepta“ aus Waltershausen, bundesweit seit Juni 2016 eines der zehn mit Kneipp-Zertifikat, hatte einen Stand mit selbst gemachten Salben und Düften nach Kneipp sowie Kräutern aufgebaut. Auch ein Becken für Unterarm-Bäder in kaltem Wasser war dabei.

Heike Lentges führte eine Wiederbelebung mit Hilfe einer Herzdruckmassage vor. Der Stand dazu trug den Titel „Echte Helden heißen nicht Batman“ und diente der Information über Ausbildungsmöglichkeiten in Pflegeberufen.

Ein paar Meter weiter zeigten Christian Reuß und Jan Volbeding vom Reha-Sport-Zentrum aus der Gothaer Gleichenstraße, wie wichtig die Mikromuskulatur an der Wirbelsäule für den Gleichgewichtssinn ist. Dort galt es, auf einem beweglich gelagerten Untergrund auf einem Bein zu stehen, ohne diesen Untergrund ins Schwingen zu bringen. Viele probierten es, jedoch nicht mit Erfolg. Das Reha-Zentrum kooperiert mit der Diakonie, um Mitarbeitern vergünstigt Gelegenheiten zum Ausgleichssport zu bieten. „Mehr als nur ein Job“ war das Motto des Standes dazu, an dem sich die Diakonie als Arbeitgeber präsentierte.

Besucher des Aktionstages konnten zudem eine Sammeltasse gegen eine Tasse frischen Kaffee oder Tee tauschen. Die Sammeltassen bekommt das Pflegestift Geizenberg in Waltershausen. Es ist auf Menschen mit Demenz spezialisiert. Die Tassen sollen Erinnerungen wecken. Dies tut den Bewohnern gut, da für sie Eindrücke aus dem Langzeitgedächtnis besonders wichtig sind.

Der internationale „Tag der Pflege“ (auch „Tag der Krankenpflege“ genannt) wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet. Nightingale, geboren am 12. Mai 1820 in Florenz und gestorben am 13. August 1910 in London, war eine britische Krankenschwester und gilt als Pionierin der Pflege. Sie vertrat die Auffassung, dass es neben medizinischem auch pflegerisches Wissen geben müsse und begründete mit ihren Aktivitäten eine entsprechende Ausbildung und damit einen ganzen Berufsstand. Die Angebote auf dem Hauptmarkt fanden bis 15 Uhr viel Interesse.

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