Erfurt. Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in Thüringen sind in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Wie der Krankenhausspiegel Betroffenen helfen will.

Psychische Störungen und Erkrankungen nehmen in Thüringen stetig zu. Laut Silvius Fehler, Chefarzt der Fachklinik für Psychiatrie in Hildburghausen, stiegen die Fehltage seit zehn Jahren um 50 Prozent. Vorn lägen depressiven Störungen, gefolgt von Reaktionen auf schwere Belastungen sowie neurotischen und Angststörungen. Allein in der Gruppe der jungen Mädchen nahmen stationär behandelte Essstörungen seit 2019 um 52 Prozent, Angststörungen um 35 Prozent und Depressionen um 24 Prozent zu. Mit ein Grund könnte sein, dass Mädchen weniger gut mit Coronabeschränkungen zurecht gekommen seien, so Fehler.