Weimar. Wer in Thüringen Medizin studiert, soll nach dem Abschluss möglichst auch hier arbeiten. Das ist der Sinn des Thüringen-Stipendiums, das im Kampf gegen den Ärztemangel erfunden wurde.

Die Stiftung ambulante ärztliche Versorgung Thüringen hat bislang rund 3,5 Millionen Euro in Stipendien investiert, um Medizin-Absolventen für die spätere Arzttätigkeit im Freistaat zu gewinnen. Seit Stiftungsgründung im Jahr 2009 seien insgesamt 335 sogenannte Thüringen-Stipendien für Ärzte in der Facharztausbildung vergeben worden, sagte Stiftungsgeschäftsführer Jörg Mertz auf Anfrage. Der Großteil davon ging an angehende Hausärzte, gefördert wurden aber auch 19 Augenärzte und sieben Kinder- und Jugendmediziner sowie einzelne Ärzte anderer Fachgebiete.